Das Schillerjahr 2009

Schillers Geburtshaus: Die neue Dauerausstellung

Die neue Dauerausstellung in Schillers Geburtshaus

Eröffnung am 2. Februar 2009, 17 Uhr
Festakt mit Ministerpräsident Günter Oettinger


Im Erdgeschoss des bescheidenen, zu Beginn des 18. Jahrhunderts erbauten Marbacher Handwerkerhauses wurde am 10. November 1759 Johann Christoph Friedrich Schiller geboren. Die Mutter Elisabetha Dorothea hatte die kleine Wohnung kurz zuvor mit ihrem ersten, zwei Jahre älteren Kind Christophine bezogen. Der Vater, Leutnant Johann Caspar Schiller, hielt sich zumeist an den Stationierungsorten seines Regiments auf. Erst im Alter von vier Jahren, nach dem Wegzug aus Marbach, lernte Friedrich Schiller ein geregeltes Familienleben kennen.

Als Schiller am 9. Mai 1805 in Weimar starb, war sein Geburtshaus vorübergehend in Vergessenheit geraten. Doch schon wenige Jahre später, mit dem wachsenden Nachruhm des Dichters, wurde es zum beliebten Wallfahrtsziel. Der Marbacher Schillerverein erwarb das Haus und machte es vom Schillerjubiläum 1859 an als Sammel- und Gedenkstätte öffentlich zugänglich. Die dorthin gestifteten „Reliquien“ bildeten den Grundstock für die Sammlungen des 1903 auf einem Hügel über dem Neckar eröffneten Schillermuseums und -archivs, des späteren Schiller-Nationalmuseums.

Ausgewählte Objekte aus diesem Bestand werden nach wie vor im Geburtshaus gezeigt. Das Taufhäubchen, ein Knabenanzug und die Porträts der Eltern lassen Schillers Marbacher Kindheit anschaulich werden, weitere Ausstellungsstücke vermitteln einen Eindruck vom damaligen Leben in einer württembergischen Kleinstadt. Ein zweiter Teil der Ausstellung ist der Geschichte der Schillerverehrung gewidmet: Ausgehend von Marbach wird mit Hilfe neuer Medien auch über andere Lebens- und Gedenkstätten sowie über Schillerfeiern und -denkmäler in aller Welt informiert.

Ein Ausstellungsführer erscheint im November 2009 in der Schriftenreihe des Marbacher Schillervereins.

www.schillerjahr2009.de