Pressemitteilungen

2005

PM 5/2001

Einladung zum Marbacher Werkstattgespräch und Lesung mit Hartmut Lange am

Mittwoch, 4. April, 20 Uhr im Kilian-Steiner-Saal des Deutschen Literaturarchivs

Marbach, 09. Mai 2001 —

"Hartmut Lange wurde schnell entdeckt. 1960 erschien er in Berlin, ein dürrer Mensch mit abstehenden Ohren und schlecht geschnittenen Haaren, hübsch auf eine proletarische Weise. Er hatte nichts gelesen außer dem 'Hamlet' und der 'Dialektik der Natur'". So äußerte sich der Ostberliner Schriftsteller Peter Hacks 1965, und wer glaubt, das sei despektierlich gemeint gewesen, täuscht sich. Schon wenig später ging Lange in den Westen. Er profilierte sich hier zunächst als marxistischer Dramatiker und Essayist, vollzog dann aber, beeinflußt durch die Lektüre Schopenhauers und Nietzsches, eine intellektuelle Neuorientierung. Sie schlug sich auch in einem Wechsel der Gattung nieder: Der Dramatiker von einst schreibt seitdem in erster Linie Erzählungen. Über die Gründe für diese Entwicklung wird er im Gespräch mit Gunther Nickel Auskunft geben. Anschließend liest er aus seiner Novelle 'Die Bildungsreise', die im Herbst 2000 im Diogenes-Verlag erschienen ist.

Der Eintritt ist frei.