Pressemitteilungen

2005

PM 3/2001

Marbach, 09. Mai 2001 —

Übergabe der Portraitbüste Ernst Jüngers von Hans Wimmer an das Schiller-Nationalmuseum am 19. Februar 2001

Am Montag, dem 19. Februar 2001, um 10 Uhr, übergeben Landrat Dr. Rainer Haas, Vorsitzender der Stiftung Kunst, Kultur und Bildung der Kreissparkasse Ludwigsburg, und Dr. Heinz-Werner Schulte, Vorstandsvorsitzender der Kreissparkasse Ludwigsburg, die Portraitbüste Ernst Jüngers von Hans Wimmer dem Direktor des Schiller-Nationalmuseums und Deutschen Literaturarchivs, Professor Ulrich Ott.

Die 1972 entstandene Portraitbüste Ernst Jüngers von Hans Wimmer gilt als bestes plastisches Bildnis des Schriftstellers, dessen Nachlaß seit einigen Jahren im Deutschen Literaturarchiv aufbewahrt wird. Sie ist zugleich das eindrucksvolle Dokument einer jahrzehntelangen engen Künstlerfreundschaft. Von den Erben des 1992 verstorbenen Bildhauers hat die Stiftung Kunst, Kultur und Bildung der Kreissparkasse Ludwigsburg vor kurzem einen von nur zwei existierenden Bronzegüssen erworben, um ihn als Schenkung dem Schiller-Nationalmuseum zu überlassen. Das andere Exemplar befindet sich im Besitz der Familie Jünger; das Gipsmodell ist Bestandteil der Wimmer-Sammlung im Schleswig-Holsteinischen Landesmuseum Schloß Gottorf. Zwei vorbereitende Bleistiftzkizzen hat der Sohn des Bildhauers, Dr. Peter Wimmer, schon im vergangenen Jahr nach Marbach gestiftet.

Der Skulpturenbestand des Schiller-Nationalmuseums hat in den letzten Jahren durch den Ankauf von Arbeiten vieler bekannter Künstler wie Georg Kolbe, Gustav Seitz, Gerhard Marcks und Wieland Förster erheblich an Umfang und Gewicht gewonnen. Seit langem war es der Wunsch des Hauses, auch ein Werk von Hans Wimmer, einem der Großen unter den Bildhauern des 20. Jahrhunderts, für die Sammlung zu gewinnen. Dieser Wunsch, der sich mit eigenen Mitteln kaum hätte verwirklichen lassen, ist nun, mit der Erwerbung des Jünger-Portraits durch mäzenatische Unterstützung, in Erfüllung gegangen.

Im Eingangsraum zur Kabinettausstellung 'Marie Luise Kaschnitz' wird das Portrait bis zum 22. April während der Öffnungszeiten der Ausstellung (täglich 9-17 Uhr) zu sehen sein. Danach wird die Büste im Studienbereich des Deutschen Literaturarchivs stehen.