Pressemitteilungen
2005
PM 1/2001
Marbach, 09. Mai 2001 —
Friedrich Pfäfflin, der Leiter der Museumsabteilung im Schiller-Nationalmuseum und Deutschen Literaturarchiv Marbach am Neckar, tritt zum 1. Februar 2001 in den Ruhestand.
Am 28. Januar wird die letzte Marbacher Ausstellung seiner Ära eröffnet, von Brigitte Raitz anläßlich des hundertsten Geburtstags von Marie Luise Kaschnitz gestaltet.
Pfäfflin, gelernter Verlagsbuchhändler, war, ehe er 1976 nach Marbach kam, Lektor bei Kösel und bei Hanser. Er hat die Reihe der "Marbacher Magazine" begründet und allen Marbacher Publikationen ein neues, viel bewundertes Gesicht gegeben. (Die Gestaltung der "Marbacher Magazine" wird bis Ende 2002 noch in seiner Hand bleiben.) Aus seiner Idee einer "Schwäbischen Dichterstraße" entwickelte er die Marbacher Arbeitsstelle für literarische Gedenkstätten in Baden-Württemberg. 1980 wurden die ständigen Ausstellungen im Schiller-Nationalmuseum unter seiner Ägide neu gestaltet, die Schiller-Ausstellung ist sein Werk. Viele Marbacher Wechselausstellungen hat er angeregt und eine ganze Reihe selbst gestaltet, zuletzt 1999 die über Karl Kraus. Als Verantwortlicher für die öffentlichen Aufgaben der Marbacher Institute (Museum, Publikationen) und als Stellvertretender Direktor hat er zur Ausstrahlung des Schiller-Nationalmuseums und des Deutschen Literaturarchivs wesentlich beigetragen.
Die Universität Tübingen hat ihn 1996 zum Ehrendoktor der Philosophie promoviert.
Zum Nachfolger von Friedrich Pfäfflin hat der Ausschuß der Deutschen Schillergesellschaft (des Trägervereins der Marbacher Institute) Dr. Matthias Richter aus Göttingen bestellt. Richter ist Germanist und kommt aus dem Schuldienst. Er ist als freier Mitarbeiter des Norddeutschen Rundfunks bei der Literaturredaktion tätig und war Lehrbeauftragter an der Universität Braunschweig. Es liegen zahlreiche Veröffentlichungen zur neueren und neuesten deutschen Literatur von ihm vor.
