Pressemitteilungen
2005
PM 8/2001
Schiller und die Musik. Buchpräsentation und Liederabend im Deutschen
Literaturarchiv in Marbach 2. Mai 2001, 20 Uhr, Humboldtsaal
Marbach, 09. Mai 2001 —
Von den Kompositionen zu Werken Friedrich Schillers sind im heutigen Musikleben nur noch die 'Ode an die Freude' aus Beethovens Neunter Sinfonie und einige Lieder Franz Schuberts präsent. Doch haben sich auch andere berühmte Komponisten von Schiller-Texten inspirieren lassen: im 19. Jahrhundert Franz Liszt, Johannes Brahms und Max Bruch, im 20. Jahrhundert unter anderen Giselher Klebe und Karl Orff. Schon zu Schillers Lebzeiten sind seine Gedichte und die Monologe aus seinen Dramen häufig vertont worden.
Einen umfassenden Überblick über die Geschichte der Schiller-Vertonungen bietet der Katalog aller einschlägigen Werke, die in der Musikaliensammlung des Deutschen Literaturarchivs aufbewahrt werden. Der Marbacher Schiller-Bestand, die umfangreichste und wertvollste Spezialsammlung dieser Art, umfaßt über 350 Notendrucke und 30 Handschriften. In zwei Bänden der Schriftenreihe 'Verzeichnisse - Berichte - Informationen' des Deutschen Literaturarchivs werden diese Kompositionen nun genau beschrieben und nach musikalischen und bibliographischen Gesichtspunkten erschlossen.
Der Verfasser des Werkes, der Stuttgarter Musikwissenschaftler Georg G¨nther, und sein Herausgeber, der für die Musikaliensammlung zuständige Kurator Dr. Michael Davidis, stellen das Buch am Mittwoch, dem 2. Mai 2001, im Rahmen eines Konzertes im Humboldt-Saal des Deutschen Literaturarchivs vor.
Regina Jakobi, Mezzosopranistin aus Basel, singt Schiller-Lieder von Reichardt, Zumsteeg und Schubert, am Klavier begleitet von Thomas Thüring.
Die Veranstaltung beginnt um 20 Uhr, der Eintritt ist frei.
Der Katalog der Schiller-Vertonungen ist zum Preis von DM 80,- am Eingang zum Humboldtsaal und später an der Kasse des Schiller-Nationalmuseums erhältlich.
