Pressemitteilungen

2005

PM 18/2002

Ereignisreiches Wochenende auf der Schillerhöhe

Marbach, 30. April 2002 —

 

Nach vierzehn Jahren übergibt Professor Dr. Eberhard Lämmert das Präsidenten- amt der Deutschen Schillergesellschaft an Professor Dr. Manfred Erhardt. Ein umfangreiches Programm auf der Schillerhöhe rahmt dieses Ereignis:

Freitag, 3. Mai 2002, 20 Uhr, Humboldt-Saal
Marbacher Vortrag: Gunther Nickel, Darmstadt
Carl Zuckmayer als Mitarbeiter des amerikanischen Geheimdienstes "Office of strategic services"

Samstag, 4. Mai 2002

10.30 Uhr
Ausschuß der Deutschen Schillergesellschaft e.V. (nicht öffentlich)
15 Uhr
Mitgliederversammlung der Deutschen Schillergesellschaft e.V. (nicht öffentlich)
Amtsübergabe: Prof. Dr. Eberhard Lämmert übergibt das Präsidentenamt an Prof. Dr. Manfred Erhardt

17 Uhr Fototermin mit Prof. Lämmert und Prof. Erhardt
17.15 Uhr, Besprechungsraum, Pressekonferenz: Prof. Erhardt stellt sich vor

18 Uhr, Schiller-Nationalmuseum
Pressepreview der Ausstellung >Katz & Hund, literarisch<
mit Thomas Feitknecht und Heike Gfrereis

19 Uhr, Kilian-Steiner-Saal
Empfang der Deutschen Schillergesellschaft aus Anlaß der Verabschiedung von Eberhard Lämmert aus dem Amt des Präsidenten

Sonntag, 5. Mai 2002, 11 Uhr, Humboldt-Saal
Ausstellungseröffnung Katz & Hund, literarisch

 

Einladung zur Marbacher Autorenlesung

Gunther Nickel: Carl Zuckmayer als Mitarbeiter des amerikanischen Geheimdienstes >Office of Strategic Services<
Freitag, 3. Mai 2002, 20 Uhr, Deutsches Literaturarchiv, Humboldt-Saal

Während des 2. Weltkrieges hatte der amerikanische Geheimdienst >Office of Strategic Services< in Deutschland Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens unter Beobachtung, die herausragende Positionen bekleideten, darunter Hans Albers, Gustav Gründgens, Heinz Rühmann, Theo Lingen, Gottfried Benn, Ernst Jünger, Wilhelm Furtwängler und Peter Suhrkamp. Abgerundet wurden die Dossiers durch 1943 bis 1944 verfaßte Charakterbeschreibungen des 1939 emigrierten Dramatikers Carl Zuckmayer. Kürzlich wurden diese Berichte von Gunther Nickel und Johanna Schrön kommentiert veröffentlicht.

In seinem Vortrag rekonstruiert Nickel die Entstehungsgeschichte von Zuckmayers Berichten, ihre Rolle in den Fraktionskämpfen im amerikanischen Geheimdienst und die politischen Intentionen, die Zuckmayer zu dieser Arbeit bewogen haben.

Texte von Carl Zuckmayer liest Christian Büsen.

Der Eintritt ist frei.

 

Prof. Dr. Manfred Erhardt

Am 10. November hat der Ausschuss der Deutschen Schillergesellschaft e.V. Professor Dr. jur. Manfred Erhardt, Senator a.D. als Nachfolger des langjährigen Präsidenten Professor Dr. Eberhard Lämmert gewählt. Lämmert legt das Amt in der Mitgliederversammlung am 4. Mai nach vierzehn Jahren in seine Hände.

Erhardt ist Generalsekretär des Stifterverbandes für die Deutsche Wissenschaft. Er studierte Rechtswissenschaften in Tübingen und Berlin; von 1984 bis 1991 war er Ministerialdirektor und Amtschef des Ministeriums für Wissenschaft und Kunst Baden-Württemberg; seit 1988 ist er Honorarprofessor der Universität Tübingen; von 1991 bis 1996 war er Senator für Wissenschaft und Forschung des Landes Berlin; 1991 war Erhardt Präsident der Kultusminister-Konferenz.

Die Deutsche Schillergesellschaft ist mit nahezu 4.000 Mitgliedern die größte literarische Vereinigung für neuere deutsche Literatur. Sie ist der Trägerverein des Schiller-Nationalmuseums und des Deutschen Literaturarchivs in Marbach am Neckar.

 

Ausstellungseröffnung

2005 soll Marbach ein neues Literaturmuseum bekommen - willkommener Anlaß für das Schiller-Nationalmuseum und das Deutsche Literaturarchiv, die Ausstellungen der befreundeten Literaturarchive aus der Schweiz und, 2003, aus Österreich im Schiller-Nationalmuseum zu präsentieren:

>Katz & Hund, literarisch<

Eine Ausstellung des Schweizerischen Literaturarchivs und des Präsidialdepartementes der Stadt Zürich
im Schiller-Nationalmuseum - 5. Mai bis 29. September 2002, täglich 9 bis 17 Uhr

Katze und Hund sind wohl die beiden Tiere, die in der Literatur die tiefsten Spuren hinterlassen haben. Schriftstellerinnen und Schriftsteller aller Sprachen und aller Zeiten haben ihre vierbeinigen Begleiter heiß geliebt oder gefürchtet, haben sie beschrieben und besungen, ihnen symbolische Bedeutung verliehen, sie mit Lust und Leben, Tod und Verbrechen in Verbindung gebracht. Das Schweizerische Literaturarchiv nimmt das Spielerische wie das Ernste dieses literarischen Phänomens auf, und zwar in einer Ausstellung und in einem Buch. Im Buch wird das Thema zum einen in vielfältigen literatur- und kulturhistorischen Essays angegangen, zum anderen treten 22 Schweizer Autorinnen und Autoren in kurzen Originaltexten mit Katz & Hund ins Gespräch. In der Ausstellung, mit der das Schweizerische Literaturarchiv sein zehnjähriges Jubiläum feiert, sind ausgesuchte Originaldokumente aus eigenen Beständen sowie Leihgaben aus renommierten Archiven und Museen der Schweiz und anderer Länder zu sehen. In sieben »Inseln« werden die unterschiedlichen Aspekte des Themas gezeigt: >Der Gefährte<, >Der Alltag<, >Das Gegenüber<, >Das Leben und der Tod<, >Das Ver-brechen<, >Die Parabel<, >Das schreibende und das sprechende Tier<.

Bei der Ausstellungseröffnung am 5. Mai um 11 Uhr liest Adolf Muschg. Der neue Präsident der Deutschen Schillergesellschaft Manfred Erhardt und die Leiter des Schweizerischen und des Deutschen Literaturarchivs, Thomas Feitknecht und Ulrich Ott, begrüßen die Gäste.