Pressemitteilungen
2005
PM 1/2003
Braucht's beim Lesen Theorie?
Podiumszwiegespräch mit Jochen Hörisch und Heinz Schlaffer,
angezettelt von Heike Gfrereis
Marbach, 05. Januar 2003 —
Nach Pisa werden von Persönlichkeiten des kulturellen Lebens allerorten klare Aus-künfte erbeten: Welche Bücher gehören zum literarischen Kanon? Welche sollte man selbst gelesen haben? Kaum ein Ort, der dem Wunsch nach einer begrenzten Lite-raturauswahl mehr entgegensteht als das Deutsche Literaturarchiv in Marbach mit seinen vielen meist abseits des Bildungswissens liegenden Nachlässen, den verges-senen Papieren vergessener Autoren. Grund genug gerade dort die Frage nach dem Kanon umzuformulieren: Nicht was, sondern wie soll und kann und vielleicht sogar: wie darf man lesen? Benötigen literarische Texte eine eigene, besondere Lesekunst? Was bringt den Lesern die Literaturtheorie?
Jochen Hörisch und Heinz Schlaffer - beide Professoren für deutsche Literatur, und beide bekannt für den unkonventionellen Umgang mit ihr - unterhalten sich im Deut-schen Literaturarchiv darüber, wie und warum professionelle Leser anders lesen als normale Leser.
Mittwoch, 15. Januar, 19 Uhr
Deutsches Literaturarchiv Der Eintritt ist frei.
