Pressemitteilungen

2005

PM 15/2003

Hans Blumenberg in Marbach

Marbach, 23. März 2003 —

Einige seiner Werke sind längst zum geflügelten Wort geworden: Arbeit am Mythos (1979), Die Lesbarkeit der Welt (1981) oder Die Sorge geht über den Fluß (1987). Hans Blumenberg wirkte als Philosoph, der auch Germanistik und klassische Philologie studiert hat, weit über den universitären Bereich hinaus und gehört zu den herausragenden Denkern und Intellektuellen des 20. Jahrhunderts in Deutschland. Er starb, vielfach geehrt, unter anderem mit dem Sigmund-Freud-Preis der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung, 1996. Metaphern und Mythen hat er, ausgehend von Adorno, Ernst Cassirer, Erich Rothacker und Martin Heidegger,als Versuche des Menschen gedeutet, sich in seiner Lebenswelt auf rationale Weise zurechtzufinden. Den Nachlass Blumenbergs hat nun das Deutsche Literaturarchiv im Marbach erworben: 8000 Blatt unveröffentlichter Notate und Werkmanuskripte, Arbeitsbuch und Karteikarten, eine ausgedehnte Korrespondenz (etwa mit Adorno, Hans Robert Jauß, Helmuth Plessner und Siegfried Unseld) sowie die Handbibliothek Blumenbergs. Die große Marbacher Sammlung von Autoren- und Gelehrtenarchiven ist um einen bedeutenden Nachlass reicher.