Pressemitteilungen

2005

PM 21/2003

»Aus dem neuesten Deutschland«

Vortrag anlässlich der Siegfried-Kracauer-Tagung im Deutschen Literaturarchiv in Marbach

Marbach, 11. Mai 2003 —

Der Nachlass des Philosophen und Essayisten Siegfried Kracauer liegt in Marbach. So ist das Deutsche Literaturarchiv der ideale Ort für eine wissenschaftliche Tagung, die sich unter dem Motto »Denken durch die Dinge« vom 16. bis zum 18. Mai 2003 mit »Siegfried Kracauer im ästhetisch-philosophischen Diskurs der Zwanziger Jahre« beschäftigt. Siegfried Kracauers Vorstellung einer Errettung der äußeren Wirklichkeit oder seine Philosophie der vorletzten Dinge ist in jüngster Zeit wieder zunehmend auf Interesse gestoßen. Dabei ist deutlich geworden, dass er in philosophischer wie in ästhetischer Hinsicht eine ernstzunehmende Position entwickelt hat. Die geplante Tagung will in einer interdisziplinären Auseinandersetzung die Philosophie und Essayistik Siegfried Kracauers in den philosophisch-ästhetischen Kontext der 20er Jahre stellen und von da aus genauer beleuchten. Dazu konnten einschlägig ausgewiesene Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler unterschiedlicher Fachgebiete aus den Vereinigten Staaten, den Niederlanden, Frankreich, der Schweiz und natürlich aus Deutschland gewonnen werden. Geleitet wird die Tagung, die in Zusammenarbeit mit dem Sonderforschungsbereich »Erinnerungskulturen« der Justus-Liebig-Universität Gießen und dem Deutschen Seminar der Eberhard-Karls-Universität Tübingen zustande gekommen ist, von Prof. Dr. Dorothee Kimmich (Tübingen) und Dr. Frank Grunert (Gießen). Den öffentlichen Abendvortrag »>Aus dem neuesten Deutschland<. Strategien der Beobachtung in Kracauers Prosa« hält Prof. Dr. Inka Mülder-Bach aus München am Freitag, 16. Mai, 20 Uhr, im Humboldt-Saal des Deutschen Literaturarchivs in Marbach. Der Eintritt ist frei.