Pressemitteilungen

2005

PM 35/200

Das Eigentliche ist unsichtbar

Von den Schwierigkeiten einer Literaturausstellung

Marbach, 02. Juli 2003 —

Im Vorfeld der Planungen zum Literaturmuseum der Moderne diskutieren nach einer Einführung von Heike Gfrereis (Marbach) die Kunsthistoriker Beat Wyss (Stuttgart) und Wolfgang Ullrich (München) mit dem Künstler Harry Walter (Stuttgart). Einerseits: Der literarische Text – als Erfahrung des Lesens – ist nicht ausstellbar, er entsteht erst und immer wieder aufs Neue im individuellen Akt der Lektüre. Andererseits: Haben nicht auch die Exponate einer Literaturausstellung einen Anschauungswert und ein Deutungsrecht für sich? Wie steht es gar dort, wo die Literatur die Grenze zur Kunst überschreitet und Textbilder formuliert? Wo die Art der Präsentation – durch eine bestimmte Überdetermination wie etwa Rahmung, Einkästelung, serielle Reihung, Verkleinerung oder Vergrößerung – aus Archivmaterialien >Dinge< macht? Freitag, 11. Juli, 19 Uhr
Humboldt-Saal
Der Eintritt ist frei.