Pressemitteilungen
2005
PM 52/2003
Gerhard Rühm liest im Deutschen Literaturarchiv in Marbach
Marbach, 22. September 2003 —
Ihre revolutionären Zeiten sind fast schon vergessen, die Avantgarde der Wiener Gruppe ist seit Jahrzehnten >klassisch< geworden und mit ihr auch Gerhard Rühm, einer ihrer Mitbegründer. 1991 wurde der einstige Provokateur mit dem Großen Österreichischen Staatspreis geehrt. Doch das Ende der Provokationen ist für Rühm weniger ein Verlust als ein Gewinn: Es schafft Freiraum, sich auf sein Werk zu konzentrieren. Nicht von ungefähr hat ihn Ernst Jandl zu den »bedeutendsten Künstlern« des 20. Jahrhunderts gezählt. Rühm ist ein Dichter, Sprach-Installateur und Wort-Musiker ohnegleichen. Die legendären Performances des 1930 geborenen Wieners sind mittlerweile allerdings selten geworden. Zur Marbacher Jahresausstellung wird er sich und sein Werk ein weiteres Mal in Szene setzen. Nach seinem Auftritt wird Rühm über die Wiener Gruppe und die Vergangenheit und die Zukunft der Avantgarde Auskunft geben. Mittwoch, 1. Oktober, 20 Uhr
Humboldt-Saal
Der Eintritt ist frei. Anlässlich dieser Veranstaltung führt Dr. Heike Gfrereis in die diesjährige Jahresausstellung >Bausteine der literarischen Moderne in Österreich< ein, die am Beispiel großer Werke von Franz Kafka hin zu Ernst Jandl und Thomas Bernhard nach dem Verhältnis der Teile zum Ganzen fragt. (Die kostenlose Führung beginnt um 18.30 Uhr, der Eintrittspreis ins Museum beträgt 3 Euro / ermäßigt 1,50.)
