Pressemitteilungen

2005

PM 53/2003

Marlene Streeruwitz liest im Deutschen Literaturarchiv in Marbach

Marbach, 14. Oktober 2003 —

Anfang der neunziger Jahre avancierte Marlene Streeruwitz mit Stücken wie Waikiki Beach und Sloane Square zu einer der aufregendsten und erfolgreichsten Dramatikerinnen. Die Sprache ihrer Stücke wirkte zertrümmert, ihre Figuren verkommen, und auch ihre Schauplätze waren schockierend: Ruinen, U-Bahnhöfe, öffentliche Toiletten. Mittlerweile konzentriert sich Streeruwitz auf die Prosa. Ihr Roman Nachwelt (1999) gilt schon heute als ein Schlüsselwerk der Gegenwartsliteratur. Im Wintersemester 2001/02 übernahm die Wienerin als erste Frau die namhafte Samuel-Fischer-Dozentur in Berlin. In Marbach wird sie nicht nur aus ihren Werken lesen, sondern auch auf die Österreich-Ausstellung reagieren: mit Anmerkungen zu Heimito von Doderer, dessen Roman Die Merowinger oder Die totale Familie zu den seltsamsten aller Männerphantasien gehört. Mittwoch, 22. Oktober, 20 Uhr
Humboldt-Saal
Der Eintritt ist frei.