Pressemitteilungen

2005

PM 55/2003

Literarische und politische Deutschlandkonzepte 1938–1949

Tagung im Deutschen Literaturarchiv Marbach

Marbach, 26. Oktober 2003 —

In Zusammenarbeit mit der Evangelischen Akademie Tutzing, der Arno-Schmidt-Stiftung und der Carl-Zuckmayer-Gesellschaft findet vom 31. Oktober bis 2. November im Deutschen Literaturarchiv in Marbach eine Tagung statt, die sich mit literarische und politischen Deutschlandkonzepten in den Jahren 1938 bis 1949 beschäftigt.
Im vergangenen Jahr hatte die Veröffentlichung von Carl Zuckmayers »Geheimreport« für das Office of Strategic Services ein enormes Echo. In Zuckmayers Nachlaß befindet sich ein weiterer bedeutender Bericht, den er 1947 nach einer Deutschlandreise als ziviler Kulturbeauftragter des US-War-Departments geschrieben hat. Auf der Tagung werden Gunther Nickel und Hans Wagener dieses Dokument erstmals öffentlich vorstellen. Daneben beleuchten namhafte Forscher Überlegungen zu einem »Anderen Deutschland«, die in den Jahren 1938 bis 1949 entwickelt wurden, etwa jene von Gottfried Benn, Werner Bergengruen, Margret Boveri, Ernst Jünger, Erich Kästner, Thomas Mann, Ernst von Salomon, Arno Schmidt und Carl Schmitt. Zu den Referenten gehören Dagmar Barnouw, Jan Philipp Reemtsma und Erwin Rotermund. Im Rahmen der Tagung finden zwei öffentliche Vorträge statt (Eintritt frei): Freitag, 31.10., 20 Uhr, Humboldt-Saal
Günter Scholdt:
Was soll aus Deutschland nur werden?
Stellungnahmen deutschsprachiger Schriftsteller zwischen 1938 und 1949 Samstag, 1.11., 20 Uhr, Humboldt-Saal
Wilfried Barner:
Wo bleibt die junge deutsche Literatur?
Die Schriftstellerkongresse 1947 und 1948
Für die Teilnahme an der Tagung wird eine Gebühr von 65 € erhoben. Nähere Informationen und Anmeldungen bei: Roswitha Terlinden, Evangelische Akademie Tutzing, Schloßstraße 2–4, 82327 Tutzing. Gefördert durch die Fritz-Thyssen-Stiftung, unterstützt vom SWR.