Pressemitteilungen

2005

PM 57/2003

Reden und Schreiben über Literatur

Zur Physiognomie der Literatur in Westdeutschland 1945–1960

Marbach, 05. November 2003 —

Dass nach 1945 weder die Literatur noch die Kritik und auch nicht die Wissenschaften von einem Nullpunkt ausgingen, ist heute bekannt. Doch wissen wir wenig über die Formen, wie damals über Literatur geredet und geschrieben wurde – gerade angesichts des Schweigens über Kontinuität oder Diskontinuität. Dieses Schweigen nahm man allzu gern für den Nullpunkt. In den Jahren 2000 und 2001 hatte das Deutsche Literaturarchiv im Rahmen seines Stipendien-Programms einen Schwerpunkt auf das Thema Literatur und Literaturkritik in der unmittelbaren Nachkriegszeit gesetzt. Sechs Stipendiaten forschten gemeinsam in Marbach und tauschten im Rahmen von zwei Arbeitstagungen ihre Ergebnisse aus. Diese Forschergruppe veranstaltet nun ein internationales Symposion und hat eine Reihe bedeutender Gelehrter hinzugeladen: Ralf Schnell, Frank Trommler, Georg Bollenbeck, Helmuth Kiesel und Klaus Briegleb. Im Mittelpunkt stehen die Themen: Typologien von Selbst- und Fremdzuschreibungen; Diskussionen, Fehden, Kontroversen; ethische Wertungen und ästhetischer Ausdruck; Insider/Außenseiter. Die Tagung wird geleitet von Christoph König und Reiner Niehoff. Gäste sind, nach Voranmeldung bei Ilka Dobner (07144-848-433), willkommen.