Pressemitteilungen

2005

PM 37/2004

Mörike-Gedichte

auf 1000 Litfaßsäulen in ganz Deutschland: Plakataktion der

Deutschen Schillergesellschaft startet in Marbach

Marbach, 19. Juli 2004 —


Eduard Mörikes Gedichte sind weltbekannt. Sechs von ihnen sind jetzt auf 1000 Litfaßsäulen in ganz Deutschland zu lesen: Im viel gefeierten 200. Geburtsjahr des großen Lyrikers aus Schwaben startet die Deutsche Schillergesellschaft am heutigen Dienstag in 14 deutschen Städten eine Plakataktion, die Mörikes Verse einem breiten Publikum nahe bringen will.

»Verborgenheit«, »Septembermorgen«, »Um Mitternacht«, »Nimmersatte Liebe«, »Lebewohl« und »Die Enthusiasten«: So lauten die Titel der sechs Gedichte, die der Direktor des Schiller-Nationalmuseums und Deutschen Literaturarchivs, Professor Dr. Ulrich Ott, und der Leiter des Mörike-Archivs, Dr. Hans-Ulrich Simon, für die Aktion ausgewählt haben. Die Plakatierung findet in Bremen, Erfurt, Essen, Frankfurt am Main, Hamburg, Hannover, Leipzig, Ludwigsburg, Mainz, Marbach, München, Stuttgart, Tübingen und Wolfenbüttel statt. In Marbach werden zu Beginn der Aktion eigens zwei mobile Litfaßsäulen aufgestellt: Neben dem S-Bahnhof macht eine erste Säule auf Mörikes Lyrik aufmerksam, während eine zweite auf dem Wilhelmsplatz den Weg zur Marbacher Jahresausstellung »Mörike und die Künste« im Schiller-Nationalmuseum weist. Die mobilen Säulen werden bis zum Ende der Schau am 31. Oktober 2004 in Marbach bleiben; in den baden-württembergischen Städten Stuttgart, Tübingen und Ludwigsburg werden die Gedichte zwischen Ende Juli und Ende August auf rund 80 Werbeträgern angebracht.

Die Idee für die Aktion kam dem früheren Geschäftsführer der Deutschen Städte-Reklame GmbH und heutigen Deutschen Städte-Medien GmbH, Klaus Berge, vor Beginn des Mörikejahrs. Berge ist Mitglied der Deutschen Schillergesellschaft und passionierter Mörikeleser. In Günther Kieser, einem Grafikdesigner und emeritierten Professor für visuelle Kommunikation an der Bergischen Universität in Wuppertal, fand er einen Mitstreiter: Von Kieser stammt der graphische Entwurf der sechs farbigen Gedichtplakate, die auf den weißgrundierten, 3,60 Meter hohen Litfaßsäulen angebracht werden. Dank der großzügigen Unterstützung der Deutschen Städte-Medien GmbH und der Stuttgarter Firma Ilg gelang es Berge und der DSG, unentgeltlich auf die 1000 Litfaßsäulen zurückzugreifen. Weitere Sponsoren sicherten nicht nur die Werbeflächen, sondern auch den kostenlosen Druck der Plakate. Mit diesem Engagement, so Berge, habe die Aktion Unikatcharakter: »Mörikes Lyrik wird im Alltag sichtbar.«

Für Professor Dr. Ulrich Ott stellt die Großplakatierung der Gedichte im Mörikejahr eine ideale Verbindung zu der wissenschaftlichen Erschließung des Werks im Mörike-Archiv, der Marbacher Jahresausstellung und den Mörike-Veranstaltungen im Literaturarchiv dar. Durch die Plakatierung einiger seiner schönsten Gedichte an zentralen Plätzen werde Mörike, so Ott, für viele Menschen erlebbar: »Die Schönheit von Mörikes Gedichten soll für möglichst viele Menschen erlebbar werden.«

 

Gedichte-Edition in DIN A 3-Format:

Die Aktion wird von einer limitierten Edition der Plakate im DIN A 3-Format und einer Umschlagmappe begleitet, die ein Vorwort von Peter Härtling zu Mörike enthält. Die ersten 50 Exemplare der Edition sind von Peter Härtling signiert und können bei der Deutschen Schillergesellschaft zum Preis von 50 Euro erworben werden. Darüberhinaus verkauft die DSG 50 weitere unsignierte Exemplare der Edition zum Preis von 25 Euro. Eine limitierte Auflage der Einzelplakate ist an der Museumskasse des Schiller-Nationalmuseums für 5 Euro je Plakat zu haben.

Sponsoren der Aktion:

Baden-Württembergische Bank, Stuttgart; Deutsche Städte-Medien GmbH, Frankfurt/M.; Ellerhold Großplakate GmbH, Radebeul; ILG Außenwerbung, Stuttgart; Klett-Stiftung, Stuttgart; Berthold Leibinger Stiftung, Ditzingen; Antiquariat Steinkopf, Stuttgart; Adolf Würth GmbH & Co. KG, Künzelsau.

Fotos der Plakate sowie ein Standortverzeichnis der Litfaßsäulen in einzelnen Städten können bei der Pressestelle der Deutschen Schillergesellschaft angefordert werden.