Pressemitteilungen
2005
PM 64/2004
Schiller-Gedächtnispreisträger Christoph Hein liest im
Deutschen Literaturarchiv - Einblicke in die Schiller-Ausstellung 2005
Marbach, 03. November 2004 —
Der Berliner Schriftsteller Christoph Hein hat von sich selbst einmal behauptet: »Seit meinem zwölften Lebensjahr, seit der Lektüre von Schillers Gesamtwerk in einem Band, war mein Beruf entschieden.« Nach Jahren als Montagearbeiter, Buchhändler, Kellner, Journalist und Regieassistent zählt der Sechzigjährige heute zu den bekanntesten deutschen Schriftstellern seiner Generation. Am Dienstag, 9. November, 20 Uhr, liest Hein im Humboldt-Saal des Deutschen Literaturarchivs aus seinem Werk. Einen Tag später, am Mittwoch, 10. November, wird dem künftigen Intendanten des Deutschen Theaters in Berlin der Schiller-Gedächtnis-Preis der Regierung des Landes Baden-Württemberg verliehen. Hein veröffentlichte zuletzt die viel diskutierten Romane »Willenbrock« (2000) und »Landnahme« sowie die Aufsatzsammlung »Aber der Narr will nicht«.
Vor der Autorenlesung geben die Kuratoren der großen Marbacher Sonderausstellung »Götterpläne & Mäusegeschäfte. Schiller 1759-1805«, Frank Druffner und Martin Schalhorn, Einblick in ihre Arbeit »Vor der Ausstellung I: Schiller 2005«. Die Kuratoren veranschaulichen um 18.30 Uhr im Gartensaal des Museums ihre Konzeption, die das Leben und Werk Friedrich Schillers aus einer neuen Perspektive befragt. »Ich stürze aus meinen idealischen Welten, sobald mich ein zerrissener Strumpf an die wirkliche mahnt«, hat Schiller selbst einmal seinen Zwiespalt beschrieben. Der idealische Dichter als Meister der Kommunikation und des Kalküls, als berechnender Geschäftsmann und pragmatischer Wortkünstler? Dieser Frage gehen die Kuratoren in ihrem Vortrag nach.
