Pressemitteilungen

2005

PM 69/2004

Buchpremiere im Literaturarchiv: Stephan Füssel

spricht über »Schillers Bedeutung in Literatur, Kunst und

Musik. 1805-2005«

Marbach, 12. November 2004 —

Kurz vor dem 200. Todesjahr von Friedrich Schiller ist die Rezeption seines Werks in der Literatur, Kunst und Musik mehr denn je zu spüren. Auf bibliophile Weise nähert sich jetzt Professor Dr. Stephan Füssel, Direktor des Instituts für Buchwissenschaft der Johannes-Gutenberg-Universität in Mainz und Inhaber des Gutenberg-Lehrstuhls, dem Werk des großen Dichters. Am Mittwoch, 17. November, 20 Uhr, stellt er im Deutschen Literaturarchiv in Marbach am Neckar den Nachdruck einer Jubiläumsausgabe mit Schillers Gedichten von 1859 vor und spricht über »Schillers Bedeutung in Literatur, Kunst und Musik. 1805-2005«.

Die Ausgabe mit dem vollständigen Titel »Friedrich Schiller. Gedichte. Vollständiger Nachdruck der illustrierten Prachtausgabe von 1859« erschien erstmals zu Schillers 100. Geburtstag, 1859, und wurde jetzt vom Taschen-Verlag neu aufgelegt. Vor 150 Jahren stellte sie eine der ersten Coffeetable Books dar - jener Prachtausgaben, die für die Teetische der literarischen Salons in Deutschland gedacht waren. Opulent mit 44 Fotografien und zahlreichen Holzstichen illustriert, war die Ausgabe ein Meisterwerk der Buchdruckerkunst, für das zum ersten Mal zur Reproduktion von Illustrationen die Fotografie genutzt wurde. Die Neuauflage wird von einer CD mit Beethovens neunter Symphonie und Schillers »Ode an die Freude« begleitet und stimmt auf das Schillerjahr ein.

Stephan Füssel ist Mitglied im Vorstand der Deutschen Schillergesellschaft, im Präsidium der Internationalen Gutenberg-Gesellschaft sowie Herausgeber des Gutenberg-Jahrbuchs und der Mainzer Studien zur Buchwissenschaft. Er hat zahlreiche Publikationen zum Frühdruck, zum Buchhandel und Verlagswesen des 18. bis 20. Jahrhunderts und zur Zukunft der Kommunikationsentwicklung verfasst.