Pressemitteilungen
2005
PM 70/2004
Festakt für den neuen Direktor auf der Marbacher
Schillerhöhe: Ulrich Raulff wird heute offiziell in sein Amt
eingeführt
Marbach, 12. November 2004 —
Nicht viele Direktoren hat das Deutsche Literaturarchiv in Marbach am Neckar seit seiner Gründung 1955 gesehen. Der habilitierte Historiker und Philosoph Dr. Ulrich Raulff ist der dritte: Am heutigen Samstag wird er in der Marbacher Stadthalle festlich in sein neues Amt eingeführt. Er folgt dem Altphilologen Professor Dr. Ulrich Ott nach, der am 31. Oktober nach 19 Jahren Marbacher Direktorat in den Ruhestand getreten ist.
Raulff war vor einem Jahr von einer Findekommission der Deutschen Schillergesellschaft angesprochen und für das Amt des Direktors vorgeschlagen worden. Am 8. Mai 2004 hatte ihn der Ausschuss der Deutschen Schillergesellschaft mit überwältigender Mehrheit gewählt. Für seine neue Aufgabe verließ Raulff das Feuilleton der Süddeutschen Zeitung, in dem er seit 2001 als Leitender Redakteur tätig war. Zuvor, von 1997 bis 2001, hatte er das Feuilleton der Frankfurter Allgemeinen Zeitung geleitet. Auch als Übersetzer, Herausgeber und Verfasser zahlreicher Bücher, unter anderem über die Wissenschaftler Aby Warburg und Marc Bloch, hat sich Raulff in Publizistik und Wissenschaft einen Namen gemacht. Derzeit arbeitet er an einer Geschichte des George-Kreises.
Mit einem Vortrag, der den spielerischen Titel »Zur Lage« trägt, begrüßt der neue Direktor um 18 Uhr sodann selbst die Öffentlichkeit, Mitarbeiter, Freunde und Wegbegleiter aus Wissenschaft, Forschung, Medien und Politik im Deutschen Literaturarchiv. Es folgt ein Vortrag des Stuttgarter Literaturprofessors, Heinz Schlaffer, über »Poetische Wissenschaft. Schriftsteller über Schriftsteller«. Der Abend wird umrahmt von Mörike-Liedern von Hugo Wolf; Interpreten sind Karl Kammerlander, Klavier, und Michael Volle, Bariton.
