Pressemitteilungen

2005

PM 75/2004

Ausstellung im Marbacher Schiller-Nationalmuseum: »Engführungen. Peter

Szondi und die Literatur« wird am 12. Dezember

eröffnet

Marbach, 06. Dezember 2004 —


Foto: Wibke von Bonin

Peter Szondis »Theorie des modernen Dramas«, sein »Versuch über das Tragische«, seine »Hölderlin-« und seine »Celan«-Studien« gelten seit 40 Jahren als Standardwerke der Germanistik. In Stil und Methode sind sie bis heute einzigartig geblieben. Worin besteht die Faszination dieser Bücher? Und was hat Peter Szondi zum kritischen Verteidiger der Universität um 1968 gemacht?

Diesen Fragen geht die neue Ausstellung »Engführungen. Peter Szondi und die Literatur« im Schiller-Nationalmuseum in Marbach am Neckar vom 12. Dezember 2004 bis zum 27. März 2005 nach. Sie wird am Sonntag, 12. Dezember, 11 Uhr, durch den Direktor des Deutschen Literaturarchivs, Ulrich Raulff, im Humboldtsaal des Archivs eröffnet. Es sprechen Klaus Reichert und Christoph König, der die Ausstellung und das begleitende Marbacher Magazin 108 erarbeitet hat.

Szondi, als Jude in Budapest geboren und knapp dem Holocaust entkommen, schätzte die Kunstphilosophie der Romantik, den Witz der Entzweiung und die französische Literatur. Die Ausstellung stellt sein Denken und Schreiben mit Hilfe des in Marbach aufbewahrten Nachlasses in den Mittelpunkt: Zu sehen sind Manuskripte, Notizzettel, überarbeitete Diagramme und Fotoserien, die Szondi als Menschen und als Wissenschaftler ins Profil setzen. Ausstellungsbegleitend findet im Deutschen Literaturarchiv vom 11. bis 13. März 2005 auch ein Lektüreseminar für Doktoranden zu »Peter Szondi und die philologische Praxis« statt. Weitere Informationen sind unter www.dla-marbach.de abrufbar oder per mail zu erfahren von: christoph.koenig@dla-marbach.de

Zur Ausstellung erscheint das Marbacher Magazin 108: Engführungen. Peter Szondi und die Literatur. Von Christoph König, unter Mitarbeit von Andreas Isenschmid. 120 Seiten, Abbildungen. Broschiert € 9,– ISBN 3-937384-04-9.