Pressemitteilungen
2005
PM 09/2005
Geniekult und Schädellehre: Willibald Sauerländer spricht
im Deutschen Literaturarchiv Marbach über David d'Angers
Marbach, 03. Februar 2005 —
»Geniekult und Schädellehre«: Dieses Wortpaar stellt der ehemalige Direktor des Zentralinstituts für Kunstgeschichte in München, Professor Dr. Willibald Sauerländer, am Mittwoch, 9. Februar, 20 Uhr, in den Mittelpunkt seines Vortrags über Pierre-Jean David D'Angers im Deutschen Literaturarchiv in Marbach. Der namhafte Kunsthistoriker beleuchtet das Werk des 1788 in Angers geborenen und 1856 in Paris gestorbenen Bildhauers, der im 19. Jahrhundert vor allem für die Gattung des Bildnismedaillons richtungsweisend wurde. Sauerländers Vortrag begleitet die kürzlich im Schiller-Nationalmuseum eröffnete Ausstellung »Literarische Köpfe. Porträtplastik der Moderne aus der Marbacher Sammlung« und wird von Dr. Frank Druffner, einem der Kuratoren der Schiller-Sonderausstellung in Marbach, moderiert.
Dem Stil des italienischen Bildhauers Antonio Canova und dem Klassizismus verpflichtet, schuf David D'Angers in seinem Leben über 500 Bildnismedaillen und Büsten. Seine Medaillons sind kräftig modelliert und von beinahe impressionistischer Auffassung. Willibald Sauerländer zeigt, wie David d'Angers mit einer »Galerie der großen Männer« aus Medaillions ein Pantheon schaffte und zugleich eine wissenschaftliche Typenlehre zu entwerfen suchte. Der Eintritt in die Veranstaltung kostet 5,- Euro (ermäßigt: 3,- Euro)
Vor dem Vortrag führt am Mittwoch, 18.30 Uhr, Dr. Sabine Fischer durch die Ausstellung »Literarische Köpfe«, die bis zum 27. März im Schiller-Nationalmuseum zu sehen ist. Der Eintritt in die Ausstellung kostet 5 Euro (ermäßigt: 3 Euro); die Führung ist kostenlos.
