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2005

PM 17/2005

»Goethe als

Geschäftsmann«: Bernhard Fischer spricht im Deutschen Literaturarchiv in Marbach über das »Unternehmen

Nationalliteratur«

Marbach, 24. Februar 2005 —

Dr. Bernhard Fischer, seit 1991 Leiter des Cotta-Archivs im Deutschen Literaturarchiv in Marbach am Neckar, spricht am Mittwoch, 2. März, 20 Uhr, im Humboldt-Saal des Deutschen Literaturarchivs über »Goethe als Geschäftsmann«. Im Zentrum seines Vortrags steht das Geschäftsverhältnis zwischen Goethe und Cotta vor dem Hintergrund der Umbrüche im zeitgenössischen Buch- und Verlagswesen. Eingeleitet wurde ihr Verhältnis durch Schiller, der dem Verleger und dem Schriftsteller lange Zeit als Partner und Freund, aber auch als Makler in finanziellen Angelegenheiten diente. Fischer bezieht sich in seinem Vortrag unter anderem auf Fakten und Einsichten aus seiner dreibändigen Bibliographie »Der Verleger Johann Friedrich Cotta. Chronologische Verlagsbibliographie 1787-1832«, die nach sechs Jahren Forschungsarbeit 2003 im Münchner Saur-Verlag erschien. Für diese Arbeit, die ein einzigartiges literaturhistorisches Panorama des 19. Jahrhunderts entwirft, erhielt er im vergangenen Jahr den Buchpreis der Antiquaria in Ludwigsburg. Der Eintritt in seinen Vortrag kostet 5,- Euro (ermäßigt: 3,- Euro).

Das Cotta-Archiv ist dem Deutschen Literaturarchiv in Marbach als Stiftung der Stuttgarter Zeitung anvertraut und enthält umfangreiche Korrespondenzen, Autorenverträge, Druckauftragsbücher, Honorar- und Kontobücher sowie die Archivbibliothek der Verlagsproduktion. Berühmte Namen finden sich vor allem unter den 150 000 Briefen aus den Jahren 1790 bis 1940: Goethe, Schiller, Kleist, Jean Paul, Heine, Lenau, Mörike, Hebbel und Fontane; die Philosophen Fichte, Schelling, Hegel und die Brüder Humboldt.