Pressemitteilungen
2005
PM 22/2005
Neue Veranstaltungsreihe im Deutschen Literaturarchiv in Marbach:
Die erste »Zeitkapsel« bietet Einblick in Hans-Georg Gadamers Nachlass
Marbach, 17. März 2005 —
Foto: Chris Korner /DLA Marbach
»Time capsules« nannte Andy Warhol seine Pappschachteln, in denen er Dinge für die Nachwelt sammelte und verschloss. Auch in den Nachlässen des Deutschen Literaturarchivs in Marbach am Neckar finden sich immer wieder solche »Zeitkapseln«, die Sensationelles mit Banalem vereinen und überraschende Einblicke in den Alltag früherer Zeiten gewähren. Am Mittwoch, 23. März, 20 Uhr, öffnet der stellvertretende Leiter der Handschriftenabteilung des Deutschen Literaturarchivs in Marbach, Dr. Ulrich von Bülow, den »Leipziger Karton« des Philosophen Hans-Georg Gadamer vor den Augen des Publikums. Gadamer hatte 1947 wichtige Dokumente in dem Karton verschlossen und nie wieder ausgepackt. Was kommt aus diesem Leipziger Karton heraus, wenn man ihn jetzt, nach fast 50 Jahren, wieder öffnet? Spektakuläre Zeugnisse eines »dialogischen Denkens« unter schwierigen politischen Bedingungen, oder viel alltäglichere Papiere? Diesen und anderen Fragen geht von Bülow in der ersten »Zeitkapsel« nach. Es moderiert Dr. Jan Bürger. Der Eintritt in die Veranstaltung kostet 5,- Euro (ermäßigt: 3,- Euro).

