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2005

PM 25/2005

»Dichterbilder - Lesers Romane?«. Literaturhaus Stuttgart und Deutsches Literaturarchiv Marbach laden zu Gespräch und Lesung

Marbach, 29. März 2005 —

Frank Druffner und Martin Schalhorn, die Kuratoren der Marbacher Schiller-Ausstellung im Gespräch mit Wilhelm Genazino, dem aktuellen Büchner-Preisträger. Am 12. April, 20 Uhr im Literaturhaus Stuttgart.

Schriftsteller sind moderne Helden. Die Faszination für ihre Arbeiten weckt den Wunsch, deren Verfasser kennen zu lernen. Der Text und sein Autor verschränken sich zur auratischen Einheit. Sie lässt im Leser das Urbedürfnis nach Identifikation entstehen, das das Gerücht vom Tod des Autors widerlegt. Der Leser macht sich das Bild seines Helden selbst.

Wilhelm Genazino hat sich in seinem Essay »Das Bild des Autors ist der Roman des Lesers« mit diesem Phänomen befasst. Ob sich seine Beobachtungen auch auf frühere Zeiten übertragen lassen? Im Gespräch mit dem aktuellen Büchner-Preisträger möchten die Kuratoren der Marbacher Schiller-Ausstellung dieser Frage nachgehen: Friedrich Schiller gehört zweifellos zu den großen Strategen in allen Fragen der Autor-Leser-Beziehung.

In Gestalt zweier Originalexponate aus der Ausstellung Götterpläne & Mäusegeschäfte. Schiller 1759-1805, die vom 23. April bis zum 9. Oktober 2005 in Marbach zu sehen ist, ist Schiller im Literaturhaus auch tatsächlich anwesend.

Die Veranstaltung ist eine Kooperation des Literaturhauses Stuttgart mit dem Schiller-Nationalmuseum und Deutschen Literaturarchiv Marbach. Eintritt: 7,- / 5,- / 3,50 Euro