Pressemitteilungen

2005

PM 37/2005

Große Verdienste um

die Erforschung der Exilliteratur: Die Literaturwissenschaftlerin

Ingrid Belke erhält den Karl-Otten-Preis

Marbach, 11. Mai 2005 —


Foto: Mathias Michaelis /DLA Marbach

Die Historikerin und Literaturwissenschaftlerin Ingrid Belke aus Stuttgart erhält den mit 10 000 Euro dotierten Karl-Otten-Preis. Nach dem Urteil der Jury hat sich die promovierte Kulturhistorikerin große Verdienste um die Erforschung, Darstellung und Vermittlung deutscher Exilliteratur im allgemeinen und um die Edition der Werke Siegfried Kracauers im besonderen erworben. In vorbildlicher Weise habe sie ihre vielfältigen Arbeiten zur Geschichte der Exilliteratur einer breiteren Öffentlichkeit in Publikationen, Ausstellungen und Editionen zugänglich gemacht. Der Preis wird Ingrid Belke am 5. Juli 2005 im Deutschen Literaturarchiv Marbach überreicht.

Von 1981 bis zum Jahr 2000 war Ingrid Belke in der Handschriftenabteilung des Deutschen Literaturarchivs Marbach tätig. Zuvor hat sie einige Jahre lang als wissenschaftliche Mitarbeiterin des Instituts für die Geschichte der deutschen Juden in Hamburg sowie zehn Jahre als Redakteurin und Lektorin in mehreren Verlagen, unter anderem der Deutschen Verlags-Anstalt in Stuttgart, gearbeitet. Seit 2000 gibt sie zusammen mit Professor Dr. Inka Mülder-Bach (München) die Werke Siegfried Kracauers heraus.

Der Karl-Otten-Preis wurde 1999 im Gedenken an das Werk von Karl und Ellen Otten gestiftet. Er erinnert an ihre Zusammenarbeit und Freundschaft mit dem Verleger Heinz Schöffler und wird in diesem Jahr zum vierten Mal verliehen. Der Jury gehörten Ingrid Kussmaul, Jochen Meyer, Ulrich Raulff, Reinhard Tgahrt und Bernhard Zeller an.