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2005

PM 45/2005

»Schillernacht« am 4. Juni in Marbach und Stuttgart: Kunst trifft Literatur

Marbach, 24. Mai 2005 —



Foto: Mathias Michaelis / DLA Marbach

Knapp einen Monat nach Friedrich Schillers 200. Todestag veranstalten die Staatsgalerie Stuttgart und das Deutsche Literaturarchiv Marbach am Samstag, 4. Juni 2005, ab 18.00 Uhr eine gemeinsame »Schillernacht«. Einen Abend und eine halbe Nacht lang erleben die Besucher eine andere Art der Führung durch die Häuser, hören Schillers Texte in etwas anderer Umgebung, lernen das Schillerbild des Comic-Künstlers Horus kennen und erfahren von Joachim Kalka so manches über das Schillersche Fragment »Die Polizey«.

Zeitgleich findet auf der Marbacher Schillerhöhe ein Sommerfest statt: Literatur- und Kunstfreunde sind zu Musik, Essen und Wein eingeladen. Ein Bus-Shuttle bringt die Gäste im Verlauf der »Schillernacht« von Stuttgart nach Marbach und anschließend wieder zurück. Ein Ticket für die Kulturnacht inklusive aller Eintritte und Fahrten ist für zehn Euro (ermäßigt 8,- Euro) an der Museumskasse der Staatsgalerie zu erwerben.

Schiller ist auch da, wo man ihn nicht vermutet! lautet das Motto der Kooperation.

So werden die Besucher der Staatsgalerie zu Beginn der »Schillernacht« zwar wie gewohnt empfangen, doch laden diesmal nicht die Kunsthistoriker des Hauses zur Führung ein, sondern die Kuratoren der Marbacher Sonderausstellung »Götterpläne & Mäusegeschäfte. Schiller 1759-1805« Frank Druffner und Martin Schalhorn. Anhand der Schillerschen Themen »Herrschaft - Freiheit - Pathos« erklären sie den Zuhörern, was sie aus literarischer Perspektive in und an den den Kunstbeständen entdecken.

Während die Busse nach Marbach rollen, lesen Schauspieler des Staatstheaters literarische Texte von Schiller und stimmen die Besucher auf das Marbacher Sommerfest ein (Teil 2 von »Schiller im Bus« findet auf der Rückfahrt statt). Ab 20.45 Uhr bietet das Schiller-Nationalmuseum kunsthistorische Führungen durch die Sonderausstellung »Götterpläne & Mäusegeschäfte« an, die unter anderem von Professor Dr. Christian von Holst, dem Direktor der Staatsgalerie Stuttgart, übernommen werden. Zeitgleich spricht der Literaturwissenschaftler Joachim Kalka im Literaturarchiv über Schillers »Die Polizey« im Humboldt-Saal des Deutschen Literaturarchivs. In der »Schiller-Lounge« des Deutschen Literaturarchivs spielt ab 20.15 Uhr außerdem Michael Kiedaischs Trieau. Um 21.15 Uhr präsentieren Jan Bürger und der Zeichner Horus den druckfrischen Schiller-Comic sowie eine kleine Ausstellung, deren sechs Vitrinen die Entstehung des Comic dokumentieren. »Schiller!« von Horus ist soeben als »Marbacher Magazin 110« und im ehapa-Verlag erschienen; die Ausstellung ist vom 5. Juni bis zum 20. November in Schillers Marbacher Geburtshaus zu sehen.

Knapp zwei Stunden später verlassen die Shuttle-Busse Marbach wieder, und wem nun noch einmal der Sinn nach Schiller in der Staatsgalerie steht, kann sich ab 23.15 Uhr von den Marbacher Kuratoren ein zweites Mal literarisch führen lassen. Für Daheimgebliebene werden in der Zwischenzeit Schiller-Kunstführungen in Stuttgart angeboten.

Eintritt zur »Schillernacht« in der Staatsgalerie ab 18.00 Uhr; Tickets zu €10/8 Euro an der Museumskasse. Besuch der Veranstaltung, aller Ausstellungen, der Führungen und des Bus-Shuttles inklusive. Kontakt: Staatsgalerie Stuttgart, Konrad-Adenauer-Str. 30 - 32, 70173 Stuttgart, Tel. 0711- 470 40 228. Die »Schillernacht« wird von der Kulturstiftung des Bundes gefördert.
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