Pressemitteilungen
2005
PM 50/2005
Bibliografie als Archäologie? Über die spannende
Recherche in Archiven spricht Nicolai Riedel im Deutschen
Literaturarchiv Marbach
Marbach, 09. Juni 2005 —
Die Erforschung der Wirkungsgeschichte eines Autors führt den Bibliografen in Archiven und Bibliotheken mitunter auf seltsame Wege, mitten hinein in verblüffende Einzelheiten und unverhoffte Funde. Ohne detektivischen Spürsinn würden dem professionellen Rechercheur die tieferen Schichten dieser Spuren oft verschlossen bleiben. Ist Bibliografie eine Art Archäologie oder Gartenkunst?
Dieser Frage geht am Mittwoch, 15. Juni, 20 Uhr, Dr. Nicolai Riedel, im Deutschen Literaturarchiv Marbach nach. Am Beispiel der personenbezogenen Wirkungsgeschichte von Günter Kunert, Ernst Jünger und Uwe Johnson zeigt Riedel die Bedeutung bibliografischer Details für die Biografie eines Autors. Der Bibliograf, dessen Arbeit sich oftmals in verwilderten Gärten abspielt, braucht einen guten Werkzeugkasten, aber auch Fantasie und Durchhaltevermögen.
Nicolai Riedel, seit 1989 im Deutschen Literaturarchiv Marbach als wissenschaftlicher Mitarbeiter tätig, studierte Germanistik und Philosophie in Mannheim. An der Universität Passau war er nach seinem Studium als Akademischer Rat tätig. Der Eintritt in die Veranstaltung kostet 5,- Euro (ermäßigt: 3,- Euro).
