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2005

PM 58/2005

Das Deutsche Literaturarchiv Marbach hat ein Logo: Die Wortmarke spielt mit der Farbe und der Anordnung des Namens

Marbach, 08. Juli 2005 —


Grafik: Keppler / Schmid

Das Deutsche Literaturarchiv Marbach hat ein neues Logo. Künftig wird die Marbacher Institution auf Broschüren und Plakaten, Briefbögen und Visitenkarten an einer Wortmarke zu erkennen sein. Einstimmig entschied sich der Vorstand der Deutschen Schillergesellschaft jetzt für einen Entwurf der Grafikkooperation Keppler|Schmid. Das neue Logo nutzt zur Selbstdarstellung ausschließlich jenes ureigene Material, aus dem Literatur entsteht: die Schrift.

Der Entwurf spielt mit der Anordnung der Wörter im Raum: Der Sprechrhythmus wird konsequent nachgezeichnet, der 27 Buchstaben umfassende Name »Deutsches Literaturarchiv« auf drei Zeilen verteilt und gegeneinander verschoben, wodurch ein rhythmisches und einprägsames Schriftprofil entsteht. Die Bezeichnung der Institution ist schwarz gesetzt, der Rufname »Marbach« - das Kosewort, die Herzblutmarke - in dunkelroter Farbe. Bei der Schrifttype für diese Wortmarke haben die Grafiker auf eine für das Deutsche Literaturarchiv Marbach traditionsreiche, klassische Schrift zurückgegriffen: die Walbaum.

Erstmals ist das neue Marbacher Logo auf dem Prospekt »Zum Vorschein« abgedruckt, der auf das neue Literaturmuseum der Moderne hinweist. Logo und Prospekt sind, wie schon die Umgestaltung des Marbacher Kalenders zu einem vierteljährlichen Programmplakat, Teil des neuen Erscheinungsbildes, das die Grafiker Diethard Keppler und Stefan Schmid für das Deutsche Literaturarchiv Marbach gestalten. Im September 2004 hatten sie eine entsprechende Ausschreibung der Deutschen Schillergesellschaft gewonnen. Das gesamte neue Erscheinungsbild, das neben Logo und Broschüren auch Hausbeschriftungen und Homepage des Deutschen Literaturarchivs Marbach umfasst, wird der Öffentlichkeit im November dieses Jahres vorgestellt - dann, wenn das Deutsche Literaturarchiv auch sein 50-jähriges Bestehen feiert und das leere Gebäude des Literaturmuseums der Moderne zwei Wochen lang für Besucher geöffnet sein wird.

Die Eröffnung der Dauerausstellung des Literaturmuseums der Moderne findet im Beisein von Bundespräsident Horst Köhler sodann ein gutes halbes Jahr später, am 6. Juni 2006, statt: Von diesem Zeitpunkt an werden in den drei Räumen der Dauerausstellung weit über 1000 Exponate aus den Marbacher Sammlungen zum 20. und 21. Jahrhundert zu sehen sein, darunter so berühmte Manuskripte wie jene von Kafkas Process und Döblins Berlin Alexanderplatz, Rilkes Karussell, Schwitters’ Anna Blume, Hesses Steppenwolf, Heideggers Sein und Zeit, Hofmannsthals Rosenkavalier, Kästners Emil und die Detektive, Vespers`Reise, aber auch Briefe, Abiturszeugnisse, Identitätsausweise, Notizbücher, Fotoalben, Lieblingsbücher, Erinnerungsstücke Totenmasken, seltene Tonaufnahmen, der Atari von Thomas Strittmatter und die Zettelkästen von Hans Blumenberg.