Pressemitteilungen

2005

PM 57/2005

Beliebter Dichter: Mehr als 18 000 Besucher haben seit April die

Ausstellung

»Götterpläne & Mäusegeschäfte« im Schiller-Nationalmuseum in Marbach am Neckar besucht

Marbach, 05. Juli 2005 —



Das Schiller-Nationalmuseum in Marbach am Neckar ist seit der Eröffnung der großen Sonderausstellung »Götterpläne & Mäusegeschäfte. Schiller 1759-1805« eines der beliebtesten Ausflugsziele für Schillerfreunde in diesem Jahr geworden. Mehr als 18 000 Menschen haben die Ausstellung seit dem 23. April gesehen. Allein in den ersten sieben Tagen kamen fast 2700 Menschen auf die Schillerhöhe, um sich Schillers Leben und Werk anhand von rund 230 Exponaten - Manuskripten, Erstausgaben und Theaterzetteln, Büsten und Kleidungsstücken, Gemälden und Stichen - in den Räumen des Museums zu vergegenwärtigen.

Neben Einzelbesuchern finden auch zahlreiche Gruppen den Weg auf die Schillerhöhe. Im Museumssekretariat wurden seit Jahresbeginn an die 680 Führungen gebucht, die von 25 Studenten und Mitarbeitern des Deutschen Literaturarchivs bestritten werden. Während aus Baden-Württemberg vor allem Schüler, Betriebsausflügler, Verbände und Kirchengemeinden, literarische Gruppen und Teilnehmer von Volkshochschulkursen nach Marbach anreisen, finden deutschlandweit Professoren und Studenten, Forscher, bibliophile Vereinigungen und literarische Gesellschaften den Weg auf die Schillerhöhe. Auch aus dem Ausland kommen Deutschlehrer, Universitätsdozenten, Journalisten und Kooperationspartner des Goethe-Instituts. Im September, nach der Sommerpause, rechnet die Leiterin des Schiller-Nationalmuseums, Dr. Heike Gfrereis, mit einer zweiten Konjunkturwelle: Schon jetzt sind für diesen Monat über 100 Führungen vorgemerkt.

Auf breites Interesse stießen bislang auch die Veranstaltungen des Deutschen Literaturarchivs im Schillerjahr. Die Vortragsreihe »Schiller international«, die fünf Referenten aus der Schweiz, aus Großbritannien, Russland, Italien und Deutschland vereinigte, zog zusammen mit dem Festvortrag des Universalgelehrten George Steiner zur Ausstellungseröffnung im April rund 1200 Menschen ins Archiv. Zur langen »Schillernacht«, einer Kooperation des Deutschen Literaturarchivs mit der Staatsgalerie Stuttgart, kamen im Juni rund 350 Menschen auf die Schillerhöhe. Die Akademie »Schiller für Schüler«, die junge Leser mit Autoren, Wissenschaftlern und Dramaturgen ins Gespräch bringt, führte seit Februar etwa genauso viele Jugendliche ins Archiv. Bei den abendlichen Lesungen, Vorträgen, Diskussionen und Veranstaltungen des Deutschen Literaturarchivs seit Jahresbeginn waren etwa 2000 Literaturfreunde zugegen.

Die Marbacher Schiller-Ausstellung endet am 9. Oktober 2005 und wird anschließend vom 30. Oktober 2005 bis zum 17. April 2006 im Schillermuseum in Weimar zu besichtigen sein. Das Schiller-Nationalmuseum zeigt ab dem 12. November die Ausstellung »Die Wahrheit hält Gericht: Schillers Helden heute«, die es von der Stiftung Weimarer Klassik und Kunstsammlungen übernimmt (bis 5. Februar 2006).

Weitere Informationen zur Ausstellung finden Sie unter schiller-weimar-marbach.de und schillerjahr2005.de