Pressemitteilungen

2005

PM 71/2005

Machtfragen:

Christoph König spricht im Deutschen Literaturarchiv in Marbach

über den Briefwechsel von Paul Celan und Peter Szondi

Marbach, 07. September 2005 —

Über »Machtfragen. Zur Idiomatik im Briefwechsel zwischen Paul Celan und Peter Szondi« spricht am Mittwoch, 14. September, 20 Uhr, der Literaturwissenschaftler Christoph König im Deutschen Literaturarchiv Marbach. Im Mittelpunkt seines Vortrags steht die These, dass der Lyriker Paul Celan seine Korrespondenz mit dem Literaturwissenschaftler Peter Szondi nutzte, um eine wahre, prägnante Sprache zu schaffen. Gemeinsam war beiden ihr Judentum. Der Austausch hatte weitreichende Folgen auch für die Celan-Philologie, die Szondi um 1971 begründete: Seine Essays sind in Stil und Methode bis heute einzigartig geblieben. Auch Szondis »Theorie des modernen Dramas«, sein »Versuch über das Tragische«, seine »Hölderlin-« und »Celan«-Studien« gelten seit 40 Jahren als Standardwerke der Germanistik. Worin besteht die Faszination dieses Stils?

Dieser Frage geht Christoph König, Herausgeber des Briefwechsels von Paul Celan und Peter Szondi, in seinem Vortrag nach. Zugleich nimmt er an diesem Abend Abschied vom Deutschen Literaturarchiv: Nach 18 Jahren als Leiter der Marbacher Arbeitsstelle für die Erforschung der Geschichte der Germanistik wird König künftig an der Universität Osnabrück lehren. Die Veranstaltung moderiert der Direktor des Deutschen Literaturarchivs, Ulrich Raulff; der Eintritt kostet 5,- Euro (ermäßigt: 3,- Euro).