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2005

PM 101/2005

Noten aus dem Archiv: Im Deutschen Literaturarchiv Marbach sind vergessene Schiller-Vertonungen zu hören

Marbach, 29. November 2005 —

Zum Abschluss des ereignisreichen Schillerjahres präsentiert das Deutsche Literaturarchiv Marbach das Werk des Dichters in einer ganz besonderen Form: Unter dem Titel »Noten aus dem Archiv - Vergessene Schiller-Vertonungen« tragen Sängerinnen und Sänger der Stuttgarter Hugo-Wolf-Akademie am Samstag, 3. Dezember, 20 Uhr, im Humboldt-Saal des Archivs Vertonungen Schillerscher Texte vor. Die Schiller-Vertonungen sind Teil der umfangreichen Musikaliensammlung des Marbacher Archivs und nehmen dort neben Mörike- und Hesse-Vertonungen den größten Platz ein.

Unter den Komponisten finden sich sowohl Zeitgenossen Schillers, wie z.B. Johann Rudolf Zumsteeg (1760-1802) und Wenzel Johann Tomásek (1774-1850) als auch Künstler des 19. -  wie Joseph Netzer (1808-1864) und Wilhelm Taubert -  und des 20. Jahrhunderts -  wie Paul Huber (1918-2001). Zu hören sein werden vor allem Vertonungen von Gedichten, wie z.B. »Sehnsucht«, »An Emma«, »Gruppe aus dem Tartarus« und »Hektors Abschied«, aber auch die musikalische Umsetzung zweier Auszüge aus den Dramen »Maria Stuart« und »Johanna von Orléans«. Es wirken Risako Kurosawa (Sopran), Markus Schäfer (Tenor), Thomas Ruf (Bariton) sowie Peter Bromig (Horn) und Markus Hadulla (Klavier) mit.

Die Veranstaltung ist eine Kooperation mit der Internationalen Hugo-Wolf-Akademie Stuttgart und der Gesellschaft für Musikgeschichte Baden-Württemberg. Der Eintritt beträgt 10,- Euro (ermäßigt 8,- Euro).

Vor dem Konzert wird um 19.30 Uhr der neue Band der Reihe »Denkmäler der Musik in Baden-Württemberg« vorgestellt, der einige der dargebotenen frühen Schiller-Vertonungen enthält.

Verzeichnet: Die Schiller-, Hesse- und Mörike-Vertonungen im Deutschen Literaturarchiv. Foto: Chris Korner/DLA