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2006

PM 60/2006

Cottas Homer. Zeichnungen nach Antiken von Johann Heinrich Wilhelm Tischbein: Zur Marbacher Ausstellung erscheint das Magazin 114/2006

Marbach, 30. August 2006 —

1819 erwarb der Klassiker-Verleger Cotta ein Konvolut von über 250 Skizzen, farbigen Zeichnungen und illuminierten Kupferstichen von Johann Heinrich Tischbein (1751–1829), die im Zusammenhang mit zwei ambitionierten Buchprojekten zur Antike entstanden. Sie zeigen, wie der »Goethe-Tischbein« seine Götter und Helden fand – und unser Bild von ihnen prägt.

In einem Marbacher Magazin stellt Dr. Gudrun Körner, die Kuratorin der Ausstellung »Cottas Tischbein«, nach einer Würdigung Tischbeins als selbstbewussten Künstler des Sehens, Erinnerns und Verlebendigens acht herausragende Blätter aus Cottas Sammlung vor. Deutlich wird, wie dem Künstler in seinen Bildern zu den Homerischen Epen der Spagat zwischen Dokumentation und Interpretation gelingt. Indem er seinen Szenen antike Objekte und Motive zugrunde legt, bewahrt er einerseits deren archäologische Substanz, indem er mit neuzeitlicher Psychologie das Geschehen verlebendigt, bezieht er andererseits den zeitgenössischen Betrachter mit ein. Dem Wunsch, zu vergegenwärtigen, entspricht auch Tischbeins einfallsreicher Umgang mit Bild-Formen.



Marbacher Magazin 114/2006: Cottas Homer. Zeichnungen nach Antiken von Johann Heinrich Wilhelm Tischbein. Von Gudrun Körner. Deutsche Schillergesellschaft: Marbach am Neckar, 2006. Broschüre mit 56 Seiten und 8 großformatigen farbigen Kunstpostkarten in Mappe. 10,- Euro. ISBN 10: 3-937384-23-5 / ISBN 13: 978-3-937384-23-8