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2006

PM 09/2006

»Partisanenpost«: Editorentagung über Carl Schmitt am 10. und 11. März im Deutschen Literaturarchiv Marbach mit Christian Meier

Marbach, 03. Februar 2006 —

Der Staatsrechtler und politische Denker Carl Schmitt (1888-1885) sorgt bis heute mit seiner Lehre vom Ausnahmezustand und seiner »Theorie des Partisanen« für heftige Kontroversen. Seine noch unveröffentlichten Briefe und Tagebücher sind wertvolle Zeugen politischer, wissenschaftlicher und privater Hintergründe. Sie werden jetzt zur Edition vorbereitet.

Über unediertes Material rund um Carl Schmitt sprechen am Freitag und Samstag, 10. und 11. März, acht Wissenschaftler im Deutschen Literaturarchiv Marbach: Zu Gast sind die Schmitt-Forscher und -Kenner Gerd Giesler (Berlin), Helmuth Kiesel (Heidelberg) und Christian Meier (München), Alexander Schmitz (Konstanz), Wolfgang Schuller (Konstanz) und Ingeborg Villinger (Freiburg). Aus dem Deutschen Literaturarchiv Marbach nehmen neben dessen Direktor Ulrich Raulff die Wissenschaftler Angela Reinthal und Marcel Lepper teil.

»Begegnungen mit Carl Schmitt« heißt der Vortrag des renommierten Münchner Historikers Christian Meier, mit dem die Tagung um 14.30 Uhr beginnt. Im Anschluss spricht die Marbacher Editorin Angela Reinthal über die Edition des Briefwechsels von Carl Schmitt mit Ernst Forsthoff (16 Uhr). Schmitts Korrespondenz mit Hans Blumenberg ist das Thema des dritten Referats von Alexander Schmitz und Marcel Lepper (17.30 Uhr). Der Schmittschen Korrespondenz widmet sich auch der öffentliche Abendvortrag von Ingeborg Villinger (20 Uhr): Sie untersucht seine Briefe an und von Gretha von Jeinsen, der Gattin des Schriftstellers Ernst Jünger. Der Eintritt in diesen von Ulrich Raulff moderierten Abendvortrag ist frei.

Nur teilweise sind die Tagebücher von Carl Schmitt ediert: Sie stehen am Samstag, 11. März, von 9 bis 15 Uhr auf dem Programm der Marbacher Tagung: Über die Veröffentlichung der Diarien aus den Jahren 1912 bis 1915 und 1915 bis 1919 spricht Gerd Giesler vom Akademie-Verlag in Berlin (9 Uhr); Wolfgang Schuller gibt sodann Einblick in die Edition der Tagebücher aus den Jahren 1930 bis 1934 (11.30 Uhr). Zum Abschluss werden noch einmal Schmitts Briefe zum Thema, wenn Helmuth Kiesel Schmitts Korrespondenz mit Ernst Jünger näher betrachtet (14 Uhr). Nach seinem Vortrag endet der offizielle Teil der Tagung gegen 15 Uhr.

Die Tagung wird von der Fritz-Thyssen-Stiftung gefördert.

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Carl_Schmitt_Tagung2_15.pdf