Pressemitteilungen
2006
PM 10/2006
Celan als Prosadichter? Die Editorin Barbara Wiedemann und der Schriftsteller Marcel Beyer stellen in Marbach den Erzähler Paul Celan vor
Marbach, 07. Februar 2006 —
Der Lyriker, Übersetzer, Schriftsteller und Büchner-Preisträger Paul Celan (1920-1970) hat zu seinen Lebzeiten fast nur Gedichte veröffentlicht. Ein Band mit Prosa aus seinem Nachlass im Deutschen Literaturarchiv Marbach zeigt jedoch, dass er auch als Erzähler hervortreten wollte. Aus dem Grenzland zwischen Lyrik und Prosa berichten am Mittwoch, 15. Februar, 20 Uhr, die Celan-Herausgeberin Dr. Barbara Wiedemann, Dozentin an der Universität Tübingen, und der Schriftsteller Marcel Beyer im Deutschen Literaturarchiv Marbach. Der Eintritt in die Veranstaltung kostet 5,- Euro (ermäßigt 3,- Euro). Sie wird von Marcel Lepper, wissenschaftlicher Mitarbeiter der Handschriftenabteilung, moderiert.
Die Wissenschaftlerin Barbara Wiedemann beschäftigt sich mit Celan seit den Neunziger Jahren als Herausgeberin seiner Briefe an Nelly Sachs, Erich Einhorn, Franz Wurm sowie Hanne und Hermann Lenz. Marcel Beyer, geboren in Tailfingen/Württemberg, wurde mit seinen Romanen »Das Menschenfleisch« (1991) und »Flughunde« (1995) bekannt. Sein lyrischer Debütband »Falsches Futter« erschien 1997. Unter anderem wurde er mit der Johannes-Bobrowski-Medaille zum Berliner Literaturpreis (1996) und dem Uwe-Johnson-Preis (1997) ausgezeichnet. Heute lebt er in Dresden.

