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2006

PM 41/2006

Schriftsteller zu Gast im Literaturmuseum der Moderne: Durs Grünbein erläutert Rainer Maria Rilkes Gedicht »Das Karussell« vor der originalen Handschrift

Marbach, 21. Juni 2006 —

Was kann an einem Archivstück auffallen? Welche Risse tun sich auf, wenn ein Betrachter zu deuten sucht, was er sieht? Im neuen Literaturmuseum der Moderne in Marbach am Neckar beschreibt am Mittwoch, 21. Juni, 20 Uhr, der Lyriker Durs Grünbein das Gedichtmanuskript »Das Karussell«auf seine Weise. Was sagen Streichungen und Korrekturen eines Autors, welche Arbeit am Wort kann man an der ersten Niederschrift erkennen? Jan Bürger, stellvertretender Leiter der Handschriftenabteilung des Deutschen Literaturarchivs, moderiert das abendliche Gespräch; der Eintritt kostet 5,- Euro (ermäßigt: 3,- Euro).

Grünbein, 1962 in Dresden geboren, studierte Theaterwissenschaft in Berlin, wo er seit 1987 als freier Autor lebt, und debütierte 1988 mit dem Band »Grauzone morgens«. 1991 folgte das Buch »Schädelbasislektion«, 1994 veröffentlichte er die Lyrikbände »Falten und Fallen« (mit dem Peter-Huchel-Preis ausgezeichnet) und »Den Teuren Toten. 33 Epitaphe« sowie »Von der üblen Seite«. Für sein lyrisches Werk erhielt Grünbein 1995 den Georg-Büchner-Preis; in Marbach war der Lyriker zuletzt im Rahmen der Baden-Württembergischen Literaturtage im November 2005 zu Gast.