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2006

PM 74/2006

Matinee zur Ausstellung »Cottas Tischbein«: Der Archäologe Luca Giuliani und der Wissenschaftler Ernst Osterkamp sprechen über Homer-Zeichnungen

Marbach, 17. Oktober 2006 —

1819 erwarb der Klassiker-Verleger Cotta ein umfangreiches Konvolut von farbigen Zeichnungen und illuminierten Kupferstichen, das zeigt, wie Johann Heinrich Wilhelm Tischbein – der »Goethe-Tischbein« – seine und unsere idealen Bilder der Antike fand. Noch bis zum 28. Januar 2007 sind die Zeichnungen, heute Bestandteil des Cotta-Archivs im Deutschen Literaturarchiv, im Literaturmuseum der Moderne (LiMo) in Marbach am Neckar zu sehen.

In einer Matinee zur Ausstellung diskutieren am Sonntag, 22. Oktober, 11 Uhr, der Archäologe und designierte Rektor des Wissenschaftskollegs in Berlin, Luca Giuliani, und der Literaturwissenschaftler Professor Dr. Ernst Osterkamp, Humboldt-Universität Berlin, über ein außergewöhnliches Projekt zwischen wissenschaftlicher Ausgrabung und literarischer Imagination: das im Cotta Verlag nach Zeichnungen von Tischbein entstandene Mappenwerk »Homer nach Antiken gezeichnet«. Die Kuratorin der Ausstellung, Dr. Gudrun Körner, moderiert die Diskussion; Ort ist das Berthold-Leibinger-Auditorium des LiMo. Der Eintritt ist frei.

Vor der Diskussion führt die Leiterin des Museums, Dr. Heike Gfrereis, um 10 Uhr durch die Dauerausstellung: In einer Themenführung aus der Reihe »Zeigen« stellt sie das Manuskript der Gedichte »Sonette an Orpheus«  (1922) von Rainer Maria Rilke vor. Die Führung ist kostenlos, der Eintritt in die Dauerausstellung beträgt 5,-/3,- Euro.

Foto: DLA Marbach