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2006

PM 82/2006

Über das Erhabene: Der Kulturhistoriker Jan Assmann hält am kommenden Samstag, 20 Uhr, die Marbacher Schillerrede 2006

Marbach, 06. November 2006 —

Der mit seinen Büchern über Schrift, Gedächtnis und Tod berühmt gewordene Ägyptologe und Heidelberger Kulturhistoriker Jan Assmann hält in diesem Jahr die Marbacher Schillerrede. Am kommenden Samstag, 11. November, 20 Uhr, spricht er im Deutschen Literaturarchiv »Über das Erhabene: Schiller im Licht von Kant und Mozart«. Assmann ist nach Hartmut von Hentig, Irmela von der Lühe, Wolfgang Frühwald, Johannes Rau, Christina Weiß und Richard von Weizsäcker der siebte Festredner auf der Schillerhöhe. Er beschließt mit seinen Gedanken über die Theorie des Erhabenen zugleich die Marbacher Schillerwoche im Archiv, die jährlich an den Geburtstag des Dichters am 10. November 1759 erinnert.

Assmann, geboren 1938 in Langelsheim (Harz), lehrt seit 1976 Ägyptologie an der Universität Heidelberg und leitet seit 1978 ein Forschungsprojekt in Luxor (Oberägypten). Als Gastprofessor lehrte er auch in Paris, Yale und Jerusalem. Zuletzt erschien von ihm das Buch »Thomas Mann und Ägypten. Mythos und Monotheismus in den Josephsromanen« (2006). Zu seinen bekanntesten Werken gehört die 1992 erschienene Schrift »Das kulturelle Gedächtnis. Schrift, Erinnerung und politische Identität in frühen Hochkulturen«.

Vor der Schillerrede eröffnet um 16.30 Uhr die Schriftstellerin Sibylle Lewitscharoff die große Sonderausstellung »In der Geisterfalle. Ein deutsches Pantheon: Fotos aus dem Archiv aus drei Jahrhunderten«, die vom 11. November an bis einschließlich 28. Januar 2007 im Schiller-Nationalmuseum zu sehen ist.