Pressemitteilungen
2006
PM 84/2006
Über Das Erhabene: Der Kulturhistoriker Jan Assmann hat die Schillerrede 2006 in Marbach am Neckar gehalten
Marbach, 13. November 2006 —
Der mit seinen Büchern über Schrift, Gedächtnis und Tod berühmt gewordene Ägyptologe und Heidelberger Kulturhistoriker Jan Assmann hat in diesem Jahr die Marbacher Schillerrede gehalten. »Über das Erhabene: Schiller im Licht von Kant und Mozart« lautet der Titel seines Vortrags, zu dem rund 250 Besucher ins Deutsche Literaturarchiv gekommen waren. Er beschloss mit seinen Gedanken über die Theorie des Erhabenen zugleich die Marbacher Schillerwoche im Archiv, die jährlich an den Geburtstag des Dichters am 10. November 1759 erinnert. Assmann war nach Hartmut von Hentig, Irmela von der Lühe, Wolfgang Frühwald, Johannes Rau, Christina Weiß und Richard von Weizsäcker der siebte Festredner auf der Schillerhöhe.
Assmann, geboren 1938 in Langelsheim (Harz), lehrt seit 1976 Ägyptologie an der Universität Heidelberg und leitet seit 1978 ein Forschungsprojekt in Luxor (Oberägypten). Als Gastprofessor lehrte er auch in Paris, Yale und Jerusalem. Zuletzt erschien von ihm das Buch »Thomas Mann und Ägypten. Mythos und Monotheismus in den Josephsromanen« (2006). Zu seinen bekanntesten Werken gehört die 1992 erschienene Schrift »Das kulturelle Gedächtnis. Schrift, Erinnerung und politische Identität in frühen Hochkulturen«.
