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2007

PM 009/2007

Das Deutsche Literaturarchiv Marbach öffnet eine neue Zeitkapsel: Jan Bürger zeigt am 100. Geburtstag von Günter Eich Dokumente aus seinem Nachlass

Marbach, 26. Januar 2007 —

»Time capsules« – Zeitkapseln – nannte Andy Warhol seine Pappschachteln, in denen er Dinge für die Nachwelt sammelte und verschloss. Seit über einem Jahr zeigt das Deutsche Literaturarchiv Marbach in seiner Veranstaltungsreihe der »Zeitkapseln« neue Funde und verborgene Schätze aus den Schriftsteller- und Gelehrtennachlässen in seinen Magazinen. Am Donnerstag, 1. Februar, 20 Uhr, lädt Jan Bürger, stellvertretender Leiter der Handschriftenabteilung, zu einer ersten Inventur des Nachlasses von Günter Eich ein. Der Lyriker und Hörspielautor wäre am 1. Februar 100 Jahre alt geworden.

In Eichs Briefen und Aufzeichnungen, die seit 2005 vollständig in Marbach liegen, spiegelt sich seine Verwandlung vom romantisierenden Naturmystiker der dreißiger Jahre zum melancholischen Epigrammatiker der Nachkriegszeit wider: »In Saloniki / weiß ich einen, der mich liest, / und in Bad Nauheim. / Das sind schon zwei.« Die Zeitkapsel begleitet eine Tagung über das Werk des Autors, die am selben Tag von 9 bis 18 Uhr im Deutschen Literaturarchiv stattfindet (Informationen zum Programm der Tagung: www.dla-marbach.de, Aktuelles, Tagungen). Der Eintritt in die Veranstaltung kostet 5,-/3,- Euro.