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2007

PM 010/2007

Bernhard Böschenstein spricht in Marbach über Rilke als französischen Dichter und als europäisches Ereignis – Das Heidelberger Domin-Quartett spielt Dvorak und Debussy

Marbach, 02. Februar 2007 —

Im Deutschen Literaturarchiv Marbach ist am Dienstag, 13. Februar, 20 Uhr, der Genfer Literaturwissenschaftler Professor Dr. Bernhard Böschenstein (Foto) zu Gast: Er spricht zum Thema »Der späteste Rilke als französischer Dichter im europäischen Kontext«. Böschenstein gibt ein Gesamtporträt der mehr als vierhundert Gedichte zählenden französischen Produktion Rilkes und lenkt die Aufmerksamkeit vor allem auf die spätesten und bisher verkannten Gedichte. Rilkes Gespräche mit Paul Valéry und Marina Iwanowna Zwetajewa bilden den Vor- und Nachklang des Vortrags.

Böschenstein ist einer der herausragenden Literaturwissenschaftler und Komparatisten der vergangenen Jahre. Bekannt wurde er als Interpret Paul Valérys und Rainer Maria Rilkes. Seine Studien zu Hölderlin, zur Lyrik der Moderne (Rilke, George, Hofmannsthal, Trakl), zu Paul Celan und zu den deutsch-französischen Literaturbeziehungen haben ihm internationales Ansehen verschafft. Als Freund und Weggefährte Paul Celans ist er dem Deutschen Literaturarchiv seit vielen Jahren verbunden.

Das Domin-Quartett aus Heidelberg, das sich nach der Lyrikerin Hilde Domin benannt hat, gibt dem Abend mit Werken von Claude Debussy und Antonin Dvorák einen musikalischen Rahmen. Es moderiert Marcel Lepper, Leiter der Arbeitsstelle für die Erforschung der Geschichte der Germanistik; der Eintritt kostet 5,-/3,- Euro.

Bernhard Böschenstein. Foto: DLA Marbach