Pressemitteilungen
2007
PM 012/2007
Die Briefausgabe der Historisch-Kritischen Mörike-Edition ist komplett: Die mehr als 2100 bekannten Schreiben des Dichters sind nun vollständig ediert
Marbach, 16. Februar 2007 —
Die elf Briefbände der 29-bändigen Historisch-Kritischen Edition der Werke und Briefe Eduard Mörikes sind komplett: Band 19,1 und 19,2, herausgegeben von Regina Cerfontaine und Hans-Ulrich Simon, werden bis Mitte April vom Verlag Klett-Cotta ausgeliefert. Damit liegt der letzte von insgesamt elf Briefbänden vor.
Die vom Marbacher Mörike-Archiv betreute und vom Verlag Klett-Cotta publizierte Ausgabe bietet sämtliche, handschriftlich oder im Druck überlieferte Schreiben des Dichters und ergänzt sie durch einen ausführlichen Kommentar, der biografische und zeitgeschichtliche Hintergründe beleuchtet. Bisher waren Mörikes Briefe nur in verschiedenen Auswahl-Publikationen zugänglich und nie gründlich erläutert worden. Die Marbacher Ausgabe bietet alle 2 106 bekannten Schreiben im vollen Wortlaut und kann darüber hinaus 821 Stücke als verloren nachweisen. Durch diese neue Übersicht und den gründlichen Kommentar zu Leben, Werk und Zeit Mörikes ergeben sich neue Perspektiven auf den Dichter.
Der nun erschienene Band 19,1 enthält 305 Briefe aus den Jahren 1868-1875, darunter 142 bisher nicht edierte und 19 nur zum Teil publizierte Schreiben. Zusätzlich konnten 78 Briefe für diesen Band erschlossen werden. In Band 19,2 werden Nachträge zu den in Band 10-19,1 edierten oder erschlossenen Briefen publiziert. Außerdem enthält der Band Ergänzungen und Berichtigungen zu den Texten sowie zu den Apparaten und eine Zusammenfassung der verschiedenen Register.
Zum Abschluss der Briefausgabe spricht am Mittwoch, 13. Juni 2007, 20 Uhr, der Tübinger Germanist und Erzählforscher Hermann Bausinger im Stuttgarter Literaturhaus über Mörikes Korrespondenz. Der Abend ist eine Gemeinschaftsveranstaltung des Deutschen Literaturarchivs Marbach mit dem Verlag Klett-Cotta und dem Literaturhaus Stuttgart.

