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2007

PM 039/2007

Zum 50. Todestag Alfred Döblins stellt Gabriele Sander ein neues Marbacher Magazin zu dem Jahrhundertroman »Berlin Alexanderplatz« vor

Marbach, 09. Juni 2007 —

Das Manuskript von Alfred Döblins berühmtem Großstadtroman »Berlin Alexanderplatz« (1929) gehört zu den wertvollsten Beständen des Deutschen Literaturarchivs Marbach. Das Werk hat heute einen festen Platz im Kanon der Weltliteratur. Doch Döblins »Berlin Alexanderplatz. Die Geschichte vom Franz Biberkopf« (1929) ist weder in seiner Absicht noch in seiner Machart ein Solitär im vielfältigen und umfangreichen Schaffen des Autors. Mit gängigen Schlagworten wie »Montagetechnik« und »Neue Sachlichkeit« wird man dem Horizont des Romans kaum gerecht.

Anlässlich des 50. Todestages von Döblin am 26. Juni 2007 präsentiert das Deutsche Literaturarchiv am Sonntag, 17. Juni, 11 Uhr, im Vortragssaal des Literaturmuseums der Moderne (LiMo) das neue Marbacher Magazin 119. Darin nimmt Gabriele Sander, Präsidentin der Internationalen Alfred-Döblin-Gesellschaft, das Werk als Ganzes neu in den Blick: Sie zeigt Döblins Wege zum Alexanderplatz, wirft einen Blick in die Werkstatt des modernen Epikers, erzählt vom Echo der Zeitgenossen und legt dar, wie Döblins »Tatsachenphantasie« als ein Text aus Texten funktioniert. Es moderiert Dietmar Jaegle, Publikationsreferent und wissenschaftlicher Mitarbeiter des Museums.

HINWEIS
Die in den Programmplakaten angekündigte Vorführung der Fassbinder-Verfilmung von Berlin Alexanderplatz muss aus technischen Gründen leider entfallen. Wir bitten um Verständnis.

Um 12 und um 14 Uhr bietet das Literaturmuseum der Moderne zwei Themenführungen zu Alfred Döblin durch die Dauerausstellung an. Der Eintritt ins Literaturmuseum der Moderne ist den ganzen Tag frei. Die Buchpräsentation und die Führungen sind ebenfalls kostenlos.




Fotos: DLA Marbach