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2007

PM 043/2007

Tatsachenphantasien: Marbach erinnert mit einem Magazin über das Romanmanuskript »Berlin Alexanderplatz« an den 50. Todestag von Alfred Döblin

Marbach, 19. Juni 2007 —

Alfred Döblins Roman »Berlin Alexanderplatz. Die Geschichte vom Franz Biberkopf« (1929) hat heute einen festen Platz im Kanon der Weltliteratur und genießt – nicht zuletzt aufgrund zweier legendärer Verfilmungen – fast schon Kult-Status. Doch ist »Berlin Alexanderplatz« weder in seiner Absicht noch in seiner Machart ein Solitär in Döblins umfangreichem Schaffen. Mit den gängigen Schlagworten wie »Montagetechnik« und »Neue Sachlichkeit« wird man der Komplexität und dem Horizont des Romans nicht gerecht. Gabriele Sander, Präsidentin der Internationalen Alfred-Döblin-Gesellschaft, nimmt das Werk als Ganzes neu in den Blick: Sie zeigt Döblins Wege zum Alexanderplatz, wirft einen Blick in die Werkstatt eines modernen Epikers, erzählt vom Echo der Zeitgenossen und zeigt, wie Döblins »Tatsachenphantasie« als Text aus Texten funktioniert. Das Manuskript zum Alexanderplatz wird in einer Folge faksimilierter Seiten vorgestellt, zu deren Lektüre die Transkription einlädt.


Marbacher Magazin 119: »Tatsachenphantasie«. Alfred Döblins Roman Berlin Alexanderplatz. Die Geschichte vom Franz Biberkopf. Von Gabriele Sander. Deutsche Schillergesellschaft, Marbach am Neckar, 2007. 88 Seiten, zahlreiche farbige Abbildungen. Broschiert. 9,- Euro, ISBN 978-3-937384-30-6.