Pressemitteilungen

2007

PM 044/2007

Verdienste um die Exilforschung: Klaus Voigt erhält den Karl-Otten-Preis – Förderpreise gehen an Gabriele Sander und Barbara Picht

Marbach, 22. Juni 2007 —

Der Historiker und Exilforscher Klaus Voigt (Berlin) erhält in diesem Jahr den mit 10 000 Euro dotierten Karl-Otten-Preis. Die zwei erstmals vergebenen Karl-Otten-Förderpreise in Höhe von 2500 Euro gehen an die Historikerin Barbara Picht (Berlin) und die Germanistin Gabriele Sander (Wuppertal). Die Preise werden am Donnerstag, den 28. Juni 2007 um 20 Uhr im Humboldt-Saal des Deutschen Literaturarchivs verliehen.

Die Jury erkannte Voigt den Preis für seine Forschungsleistungen und Veröffentlichungen zur Geschichte des Exils in Italien zu. Insbesondere seine große zweibändige Darstellung »Zuflucht auf Widerruf. Exil in Italien 1933-1945«, erschienen 1889 und 1993 bei Klett-Cotta, wird mit dem Preis ausgezeichnet. Aus ihr ging 1995 die Ausstellung der Berliner Akademie der Künste über »Deutsche Künstler und Wissenschaftler in Italien« hervor. Barbara Picht überzeugte die Jury durch ihre Erforschung und Darstellung von Leben und Werk Hermann Brochs, Erwin Panofskys und Ernst Kantorowicz' im Princetoner Exil. Die Literaturwissenschaftlerin Gabriele Sander erhält den Preis für ihre Verdienste um die Erforschung von Alfred Döblins Leben und Werk.

Der Karl-Otten-Preis wurde 1999 im Gedenken an das Werk Karl und Ellen Ottens und als Erinnerung an die Zusammenarbeit und Freundschaft mit dem Verleger Heinz Schöffler gestiftet. In diesem Jahr wird der Preis zum fünften und letzten Mal vegeben. Der Jury gehörten Ingrid Kussmaul, Jochen Meyer, Ulrich Raulff, Reinhard Tgahrt und Bernhard Zeller an (alle Marbach).