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2007

PM 045/2007

Transzendenz in der Literatur: Im Deutschen Literaturarchiv Marbach stellt eine Tagung das Werk des Schriftsteller Patrick Roth in den Mittelpunkt

Marbach, 25. Juni 2007 —

Goethe wollte seine Kunst vor der Instrumentalisierung durch das Leben schützen, die Jungdeutschen hingegen propagierten eine »Poesie des Lebens«. Seit je ist die Einheit von Leben und Werk ein strittiger Punkt in der  Literaturgeschichte: Das trifft auch auf den Gegenwartsschriftsteller Patrick Roth zu. Im Deutschen Literaturarchiv Marbach befasst sich am Freitag und Samstag, 29. und 30. Juni 2007 nun eine wissenschaftliche Tagung unter dem Titel »Patrick Roths Schreiben zwischen Hölderlin und Hollywood« mit dem Leben und Werk des in Los Angeles lebenden Schriftstellers.

Im Mittelpunkt der Vorträge steht die Frage nach dem Transzendenzbezug und den darstellerischen Mitteln, mit denen Roth einen anderen Blickwinkel auf die Wirklichkeit erzeugt. Insgesamt acht Referate nähern sich dem Schriftsteller und seinem Werk aus literaturwissenschaftlicher, theologischer, filmwissenschaftlicher und tiefenpsychologischer Perspektive. Die Tagung ist öffentlich und wird von der Konrad-Adenauer-Stiftung gefördert; die Teilnahme ist kostenlos. Anmeldungen nimmt das Deutsche Literaturarchiv unter Telefon 07144/848-433 oder unter E-Mail: wollg(at)dla-marbach.de entgegen.

Das Tagungsprogramm

Der Schriftsteller Patrick Roth selbst ist außerdem am Freitag abend, 29. Juni, 20 Uhr, im Deutschen Literaturarchiv im Rahmen der Tagung zu Gast: Im Kilian-Steiner-Saal des Archis zeigt Roth seinen Film »In my life – 12 places I remember« (ZDF 2006) und spricht mit der Literaturwissenschaftlerin Michaela Kopp-Marx und dem Filmredakteur Thomas Hocke über die Grauzonen zwischen Hollywood und der Literatur. Den Abend moderiert Jan Bürger, stellvertretender Leiter der Handschriftenabteilung im Deutschen Literaturarchiv. Der Eintritt ist frei.