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2007

PM 049/2007

Zum 50. Todestag von Alfred Döblin: Günter Grass und Jürgen Manthey sprechen in Marbach über den Großstadt-Romancier

Marbach, 06. Juli 2007 —

Der Schriftsteller Günter Grass und der Literaturwissenschaftler Jürgen Manthey kommen ins Deutsche Literaturarchiv Marbach: Anlässlich des 50. Todestages Alfred Döblins sprechen sie am Mittwoch, 11 Juli 2007, 20 Uhr, im Kilian-Steiner-Saal über ihre Beziehung zu einem Autor, dessen Leben und Werk für ihre eigene Entwicklung und Arbeit prägend war. Es moderiert Heike Gfrereis, Leiterin des Museums. Der Eintritt in die Veranstaltung kostet 5,-/3,- Euro.

Alfred Döblin, einer der wichtigsten Romanciers des 20. Jahrhunderts, wurde vor allem durch seinen 1929 erschienen Roman »Berlin Alexanderplatz« bekannt. Während der Weimarer Republik zeigte sich Döblin in seinen politischen Texten als scharfer linker Kritiker der mit Reichspräsident Paul von Hindenburg kooperierenden SPD. Im Februar 1933 verließ er Deutschland und wählte zunächst Zürich, dann Paris, Lissabon und schließlich Los Angeles als Aufenthaltsorte seines Exils. 1945 kehrte Döblin nach Europa zurück und sammelte eine Gruppe junger Schriftsteller um sich, zu der auch Günter Grass gehörte.

Grass, als dessen bekanntestes Werk der Roman »Die Blechtrommel« (1959) gilt, wurde 1927 in Danzig geboren und damit genau zu jener Zeit, in der die fiktive Handlung von Döblins »Berlin Alexanderplatz« spielt. Mit dem Literaturwissenschaftler Jürgen Manthey verbindet ihn eine langjährige Freundschaft. Manthey, Jahrgang 1932, war Leiter der Literatur-Redaktion beim Hessischen Rundfunk, Cheflektor beim Rowohlt Verlag und Herausgeber des Rowohlt Literaturmagazins sowie der Reihe das neue buch. Von 1986 bis 1998 lehrte er Allgemeine und Ver-gleichende Literaturwissenschaft an der Universität Essen. Seit 1998 lebt er als freier Autor und Literaturkritiker in Münster. Zuletzt erschien von ihm »Königsberg. Geschichte einer Weltbürgerrepublik« (München 2005).