Pressemitteilungen
2007
PM 062/2007
Neu eingeordnet: Daniel Kehlmanns Vorarbeiten zu »Die Vermessung der Welt« sind jetzt in der Ausstellung »Ordnung« zu sehen – Mehr als 5800 Menschen besuchten seit dem 21. Juni die große Sommerausstellung in Marbach
Marbach, 14. August 2007 —
Nicht nur Daniel Kehlmanns Romane vermessen die Welt, sondern auch ihr Autor tut es. So hat der rastlos reisende Erfolgsautor erst jetzt seinen Beitrag zur großen Marbacher Sommerausstellung »Ordnung. Eine unendliche Geschichte« geliefert. Kehlmanns Stücke aus seiner Schreibwerkstatt zum Roman »Die Vermessung der Welt« (2005) ergänzen in der Ausstellung die fünf exklusiven Künstlervitrinen von Nico Bleutge, Durs Grünbein, Martin Mosebach, Hertha Müller und Botho Strauss, die seit ihrer Eröffnung am 21. Juni im Literaturmuseum der Moderne zu sehen sind.
Kehlmann hat »Die Vermessung der Welt« zwar ausschließlich auf dem Computer geschrieben, doch bewahrt die Festplatte seines Rechners glücklicherweise diverse Vorstufen der elegant erzählten Geschichte der beiden konträren Forschernaturen Alexander von Humboldt und Carl Friedrich Gauß. Der Vergleich von Vorfassungen und gedrucktem Buch ist so vergnüglich wie aufschlussreich. Wenngleich die Spuren schneller verwischen: Literarisches Schreiben ist auch im digitalen Zeitalter ein Prozess des vielfachen Über-Schreibens.
Die große Sommerausstellung »Ordnung. Eine unendliche Geschichte« ist noch bis zum 21. Oktober 2007 im Literaturmuseum der Moderne (LiMo) zu sehen. Seit ihrer Eröffnung am 21. Juni 2007 haben mehr als 5800 Besucher die Sonderausstellung über Werk und Werkstatt von Dichtern aus vier Jahrhunderten besichtigt. Insgesamt besuchten seit dem 1. Januar 2007 rund 22.500 Menschen die Museen auf der Marbacher Schillerhöhe. Durch die Dauerausstellung des Literaturmuseums der Moderne und seine Sonderausstellungen wurden bis Mitte August 420 Gruppen geführt.
Foto: Mathias Michaelis / DLA Marbach


