Pressemitteilungen
2007
PM 069/2007
Schiller in der Werkstatt: Die Innensanierung des Schiller-Nationalmuseums in Marbach am Neckar hat begonnen – Der Museumsshop zieht ins Archiv um
Marbach, 31. August 2007 —
Die Innensanierung des Schiller-Nationalmuseums in Marbach am Neckar hat begonnen. Daher wird das Museum von Montag, 3. September 2007 an für Besucher ganz geschlossen sein. Nachdem das Museum seinen Ausstellungsbetrieb bereits im März dieses Jahres einstellen musste, ziehen nun auch der Museumsshop und die Museumspädagogik aus dem historischen Gebäude aus: Bis Ende 2009 wird der Buchverkauf der Literaturmuseen provisorisch im Deutschen Literaturarchiv eingerichtet, und die Museumspädagogik wird ins Collegienhaus des Archivs verlegt.
Auch Friedrich Schiller, der von 2009 an im Mittelpunkt der neuen Dauerausstellung im Schiller-Nationalmuseum stehen wird, erhält vorübergehend einen neuen Platz: Im unteren Foyer des Literaturmuseums der Moderne ist eine Werkbank eingerichtet worden, die Schillerfreunden einen Einblick in den Marbacher Nachlass des Dichters gewährt und Gegenstände aus seinem Besitz zeigt. In acht Bilderkästen wird Schiller buchstäblich von Kopf bis Fuß, mit Haut, Haar und Herz vorgestellt: Die ausgewählten Exponate – Hut und Kopfwehtuch, Schnupftabakdose, Löffel und Handwärmer, Briefbeschwerer, Magenrezept und bedichtete Strümpfe – bieten Anlass zu unerwarteten Perspektiven auf den Dichter und führen in seine Denk- und Sprachwerkstatt ein. Sie verraten Schillers Art zu schreiben, nicht nur zu leben, und zeigen, wie er aus den Bedürfnissen des eigenen Körpers durch die Kunst der sprachlichen Verwandlung die Kraft seiner Dichtung schöpft.
Helfen Sie dem Schiller-Nationalmuseum!
Die öffentliche Hand unterstützt die Deutsche Schillergesellschaft bei der Innensanierung des Schiller-Nationlamuseums auf großzügige Weise. Bund und Land tragen jeweils 1,5 Millionen Euro zu den Sanierungskosten bei. Den Rest von fast drei Millionen Euro muss die Schillergesellschaft selbst aufbringen. Mehr denn je ist sie auf das Engagement privater Spender und Freunde der Literatur angewiesen. Große Gaben sind nötig, aber auch jeder kleine Betrag hilft, um die Zukunft des Museums zu sichern. Daher finden sich im Eingang des Archivs und vor der Schiller-Interimsausstellung im Literaturmuseum der Moderne jeweils eine Spendenbox. Großzügigen Spendern dankt die Deutsche Schillergesellschaft mit einer Stiftergabe oder mit dem Eintrag ihres Namens auf einer Stiftertafel im neu gestalteten Eingangsbereich des Museums.
Weitere Informationen zur Innensanierung:
www.dla-marbach.de/innensanierung.html
Bankverbindung für Spenden für das Schiller-Nationalmuseum:
Deutsche Schillergesellschaft, BW Bank, BLZ 600 501 01, Konto 8 090 17
Schillers Handwärmer und sein Kopf- und Halswehtuch: Exponate aus der Schillervitrine. Fotos: Mathias Michaelis /DLA Marbach



