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2007

PM 081/2007

Revolutionärer Geist: In Marbach wird am 19. Oktober der Teilnachlass des Literaturnobelpreisträgers Theodor Mommsen als 12. Zeitkapsel geöffnet

Marbach, 10. Oktober 2007 —

Seit 2005 zeigt das Deutsche LiteraturarchivMarbach in seiner Veranstaltungsreihe »Zeitkapsel« neue Funde und verborgene Schätze aus den Schriftsteller- und Gelehrtennachlässen in seinen Magazinen. Dem Historiker und Literaturnobelpreisträger Theodor Mommsen wird am Freitag, 19. Oktober, 20 Uhr, die zwölfte Zeitkapsel gewidmet. Stefan Rebenich, Professor für Alte Geschichte und Rezeptionsgeschichte der Antike an der Universität Bern, und Reinhard Laube, stellvertretender Leiter der Bibliothek, stellen den Marbacher Teilnachlass des bedeutendsten Altertumswissenschaftlers des 19. Jahrhunderts vor. Der Eintritt kostet 5,-/3,- Euro.

Mommsen, 1817 in Garding geboren und 1903 in Charlottenburg gestorben, verfasste über 1500 wissenschaftliche Studien und Abhandlungen zu verschiedenen Forschungsthemen, vor allem zu Geschichte und Rechtswesen des Römischen Reiches. Durch seine liberalen Überzeugungen geriet er in Konflikt mit Reichskanzler Bismarck, dessen Sozialpolitik er kritisierte. 1902 wurde er für seine »Römische Geschichte« mit dem Literaturnobelpreis ausgezeichnet. In Marbach zeigen Reinhard Laube und Stefan Rebenich ausgewählte Stücke aus dem Teilnachlass, den das Deutsche Literaturarchiv seit 1970 besitzt.

Anwesend sind an diesem Abend auch zahlreiche Mitglieder der Familie Mommsen, die sich in Marbach zwei Tage lang zu einem wissenschaftlichen Austausch treffen. Die Veranstaltung wird von einer kleinen Vitrinenausstellung mit Zeugnissen und Objekten aus Theodor Mommsens Marbacher Nachlass begleitet, die im Eingangsbereich der Bibliothek zu sehen ist.