Pressemitteilungen
2007
PM 084/2007
»Literaturmuseen in Deutschland« – In Marbach tagt der Museumsverband Baden-Württemberg und fragt nach: Wie kann man Literatur zeigen?
Marbach, 18. Oktober 2007 —
Sind Literaturmuseen Bildungsinstitute der Wissensgesellschaft? Kann man Literatur überhaupt zeigen, und welche Bedeutung hat kulturelles Erbe heute? Mit diesen Fragen beschäftigt sich von Freitag, 26. Oktober, bis Samstag, 27. Oktober, im Deutschen Literaturarchiv Marbach eine vom Museumsverband Baden-Württemberg e.V., der Arbeitsgemeinschaft literarischer Gesellschaften und Gedenkstätten (ALG) und dem Deutschen Literaturarchiv ausgerichtete Tagung zum Thema »Literatur ausstellen«. In Vorträgen, Diskussionen und Rundgängen gibt sie Einblick in verschiedene Arten der Literaturausstellung und aktuelle Fragen der Museumsarbeit.
Auf ein zentrales Problem von Literaturausstellungen zielt bereits der Eröffnungsvortrag von Professor Dr. Bernhard Tschofen, Universität Tübingen, 14.20 Uhr, hin: »Flachware – wie kann man Literatur ausstellen?« Im Anschluss an sein Referat stellt Dr. Heike Gfrereis, Leiterin des Museums des Deutschen Literaturarchivs Marbach, das Konzept der Dauerausstellung im Literaturmuseum der Moderne vor (15.30 Uhr). Die darauffolgende Podiumsdiskussion mit Professor Dr. Ulrich Johannes Schneider, Universitätsbibliothek Leipzig, Professor Dr. Hans Wißkirchen, ALG, und Dr. Ute Hübner vom Hermann-Hesse-Höri-Museum Gai-enhofen (16.15 Uhr) widmet sich dem Thema »Kulturelles Erbe bewahren«.
Der Präsentation von Ausstellungskonzepten ist der Vormittag des Samstag, 27. Oktober, gewidmet: Natalie Léger, IMEC/Centre Pompidou in Paris, referiert über die dortige Beckett-Ausstellung (9 Uhr), Professor Dr. Hansgeorg Schmidt-Bergmann vom Museum für Literatur am Oberrhein in Karlsruhe fragt nach der Aufgabe von Literaturmuseen als »Bildungsinstitutionen in der Wissensgesellschaft?« (9.45 Uhr), und Dr. Andrea Fix, Städtisches Museum Ludwigsburg, stellt die Präsentation von vier Ludwigsburger Literaten in ihrem Museum vor.
Die Tagung ist öffentlich und kostet für Nichtmitglieder 30,- Euro (10,- Euro für Mitglieder der Veranstalter). Anmeldungen und weitere Informationen nimmt der Museumsverband unter Telefon 0711 / 3512-3241 oder Fax 0711 / 3512-3229 sowie E-Mail: info(at)museumsverband-bw.de entgegen.
