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2007

PM 085/2007

Vor 200 Jahren starb Sophie von La Roche: In Marbach beleuchten ein Abendvortrag und eine Gasttagung ihre literarische Bedeutung als Spätaufklärerin

Marbach, 18. Oktober 2007 —

Sophie von La Roche (1730-1807) gilt als die erste deutsche Erfolgsautorin, die sich finanzielle Unabhängigkeit erschrieb. Mit ihrem Roman der »Geschichte des Fräuleins von Sternheim« (1771) wurde sie berühmt, in ihrem umfangreichen Œuvre spiegelt sich die kulturelle und geistige Entwicklung der deutschen Literatur während des späten 18. Jahrhunderts wider. Vor 200 Jahren starb die Schriftstellerin und Freundin des Rokkoko- und Aufklärungsdichters Christoph Martin Wieland. Aus diesem Anlass spricht am Donnerstag, 25. Oktober, 20 Uhr, der Göttinger Literaturwissenschaftler Professor Dr. Wilfried Barner im Humboldt-Saal des Deutschen Literaturarchivs Marbach über »Sophie von La Roche im Feld kosmopolitischer Literatur der späten Aufklärung«. Den Vortrag moderiert Marcel Lepper, Leiter der Arbeitsstelle Geschichte der Germanistik. Der Eintritt ist frei.

Wilfried Barner, geboren 1937, ist Professor für Neuere deutsche Literatur an der Universität Göttingen. Zu seinen Arbeitsschwerpunkten gehören die Literatur vom Humanismus bis zur Goethezeit, die Literatur nach 1945, Literaturtheorie, Wissenschaftsgeschichte und deutsch-antike Literaturbeziehungen.

Leben und Werk von Sophie von La Roche stehen auch im Mittelpunkt einer Ta-gung, die von Donnerstag, 25. Oktober, bis Sonntag, 28. Oktober, von der Universität Mannheim sowie der Ohio State University, Columbus/USA, im Deutschen Literaturarchiv veranstaltet wird. Insgesamt 18 Vorträge beleuchten die Moral- und Popularphilosophie der Zeit, Beziehungsfelder und Briefwechsel, Kulturvermittlung und Gattungsfelder, Schreibweisen und narrative Strategien im Werk von Sophie von La Roche. Die Tagung ist öffentlich und wird von der Deutschen Forschungsgemeinschaft, der Ohio State University, der Philosophischen Fakultät der Universität Mannheim und der Stadt Bönnigheim gefördert. Die Teilnahme ist kostenlos, Anmeldungen sind in Marbach unter der Telefonnummer 07144/848-433 oder unter E-Mail: wollg(at)dla-marbach.de möglich.

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